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Tolle Siege, aber keine Weltrekorde

Die Weltrekordhalterinnen Kendra Harrison aus den USA und Ruth Jebet aus Bahrain wurden bei «Weltklasse Zürich» ihrer Favoritenrolle gerecht. Eine Verbesserung desWeltrekords blieb aber sowohl im Hürdensprint als auch über 3000 m Steeple deutlich ausser Reichweite.

Ruth Jebet, die für Bahrain startende Jamaikanerin, konnte über 3000 m Steeple ihre Parforceleistung vom letzten Samstag in Paris nicht wiederholen. Zum Sieg aber reichte es allemal.
Ruth Jebet, die für Bahrain startende Jamaikanerin, konnte über 3000 m Steeple ihre Parforceleistung vom letzten Samstag in Paris nicht wiederholen. Zum Sieg aber reichte es allemal.
Keystone

Trotz der idealen Bedingungen im Letzigrund konnten die beiden Überfliegerinnen in diesem Leichtathletikjahr am ersten von zwei Diamond-League-Finals den Kräfteverschleiss der lange dauernden Saison nicht kaschieren. Harrison startete über 100 m Hürden zwar wie gewohnt schnell aus den Blöcken, wirkte danach aber nicht mehr so explosiv wie in den Rennen letzte Woche bei ihren Siegen in Lausanne und Paris. In 12,63 Sekunden siegte Harrison dennoch souverän vor der Britin Cindy Ofili (12,70) und ihrer Landsfrau Dawn Harper-Nelson (12,73).Das grosse Saisonziel hatte Harrison bereits früh verpasst. An den US-Trials im Juli klassierte sie sich nur im 6. Rang, wodurch sie die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro und damit eine fast sichere Medaille – die amerikanischen Hürdensprinterinnen gewannen in Rio Gold, Silber und Bronze – verpasste. Harrison haderte nicht mit dem Schicksal. Sie müsse lernen, mit solchen Drucksituationen umzugehen, sagte sich die 1,63 m grosse Läuferin und lief sich nach dieser Enttäuschung im Rahmen der Diamond League ins Rampenlicht.

Das Meisterstück von London

Ihr Meisterstück lieferte die herausragende Technikerin am Meeting in London Ende Juli ab, als sie den 28 Jahre alten Weltrekord um eine Hundertstelsekunde auf 12,20 Sekunden senkte. Insgesamt lief Harrison achtmal in diesem Jahr unter 12,50 Sekunden. Nur die Olympiasiegerin Brianna Rollins schaffte es 2016 ebenfalls, diese Marke zu knacken – allerdings nur dreimal.

«Ich wollte unbedingt das Diamond Race gewinnen und bin froh, dass ich es geschafft habe», sagte Harrison nach ihrem sechsten Sieg im sechsten Diamond-League-Rennen, womit sie ihre Saison erfolgreich zum Abschluss brachte. In Zukunft gedenkt Harrison sowohl über 100 m Hürden als auch über 400 m Hürden anzutreten. «Ich habe dies bereits im College getan», so die 23-Jährige, die als Adoptivkind in Tennessee als eines von elf Geschwistern aufwuchs und die Australierin Sally Pearson als eines ihrer Vorbilder nennt.

Jebet souverän

Wie Harrison feierte auch Ruth Jebet über 3000 m Steeple einen souveränen Sieg. Die 19-jährige gebürtige Kenianerin, die seit 2013 für Bahrain startet, blieb in 9:07,00 Sekunden aber deutlich über ihrem am letzten Samstagin Paris gelaufenen Weltrekord (8:52,78). Das Duell gegen Hyvin Kiyeng aus Kenia entschied Jebet wie bereits an den Olympischen Spielen in Rio klar für sich undsicherte sich damit den Sieg im Diamond Race.

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