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Wahlkampf in den USATrump: «Die Vorstadt-Hausfrau wird für mich stimmen»

Nach einem Tweet werden wieder einmal Rassismus-Vorwürfe gegen den US-Präsidenten laut. Selbst in den eigenen Reihen ist die Kritik heftig.

Der Wahlkampf ist in vollem Gange: Donald Trump baut seine Drohkulissen auf.
Der Wahlkampf ist in vollem Gange: Donald Trump baut seine Drohkulissen auf.
Foto: Andrew Harnik (AP/Keystone)

US-Präsident Donald Trump hat mit der Mutmassung, dass «die Vorstadt-Hausfrau» für ihn stimmen werde, Rassismus-Vorwürfe ausgelöst. «Sie wollen Sicherheit und sind begeistert, dass ich das lange bestehende Programm beendet habe, mit dem der Wohnungsbau für Menschen mit niedrigem Einkommen in ihre Nachbarschaften eindrang», schrieb Trump am Mittwoch bei Twitter.

Sein demokratischer Herausforderer Joe Biden hingegen würde das Programm wieder in Gang setzen, in grösserer Form, behauptete Trump. Er hatte diese Woche bereits in einer Pressekonferenz im Weissen Haus eine Drohkulisse aufgebaut: «Wenn die Linke an die Macht kommt, wird keine Stadt oder Vorstadt in unserem Land sicher sein.»

Eine Umfrage im Juni ergab, dass zwei Drittel der Frauen in Vorstädten mit Trumps Leistungen als Präsident unzufrieden sind.

«Ihr Rassismus kommt durch», konterte der demokratische Senator Cory Booker auf Twitter. Trump hatte in dem Tweet auch geschrieben, Booker – ein Afroamerikaner – werde an der Spitze des neu aufgelegten Wohnungsbauprojekts stehen. Dafür gibt es bisher keine Anhaltspunkte. Die Häuser in dem unter Präsident Barack Obama gestarteten Programm Affirmatively Furthering Fair Housing (AFFH) werden oft von Schwarzen und Lateinamerikanern bewohnt.

Das Lincoln Project, eine Gruppe von Trump-Kritikern aus den Reihen der Republikanischen Partei, bezeichnete den Präsidenten als Reaktion auf seinen Tweet als einen «rassistischen alten Mann».

SDA/fal

30 Kommentare
    Fabio Rossi

    Ob die Vorstadt Hausfrau für ihn stimmen wird zeigt sich im November, wo er seine Hände bei der (weissen) Vorstadt Hausfrau am liebsten hintun würde ist dagegen seit der ersten Wahlkampagne bekannt.