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US-Präsident sei «Klima-Brandstifter» Trump und Biden machen Feuerkatastrophe zum Wahlkampfthema

Joe Biden bezeichnet den amtierenden US-Präsidenten als «Klima-Brandstifter». Dieser wiederum weist auf ein Versagen der Lokalbehörden und Forstverwaltung hin. Beiden gemein ist, dass sie die verheerenden Waldbrände ins Zentrum des Wahlkampfs rücken.

US-Präsident Donald Trump an einem Brand-Briefing in Kalifornien am 14. September 2020.
US-Präsident Donald Trump an einem Brand-Briefing in Kalifornien am 14. September 2020.
Foto: Andrew Harnik (Keystone)

US-Präsident Donald Trump und sein Rivale Joe Biden rücken die verheerenden Waldbrände an der amerikanischen Westküste ins Zentrum ihres Wahlkampfs. Trump stattet dem demokratisch regierten Kalifornien am Montag einen Besuch ab und forderte nach seiner vorangegangen Kritik an den Lokalbehörden eine «gute und starke» Forstverwaltung. Darauf habe er bereits seit drei Jahren hingewiesen, sagte der Republikaner nach seiner Ankunft in McLellan Park – und verwies darauf, dass sich die Brände jetzt auf die nördlich gelegenen Bundesstaaten Oregon und Washington erstreckten. Biden meldete sich von seinem Heimatstaat Delaware an der Ostküste zu Wort. Trump sei ein «Klima-Brandstifter», der die Erderwärmung leugne, sagte der demokratische Präsidentschaftskandidat. Unter Trump sind die USA aus dem Pariser Klimaabkommen zur Bekämpfung der Erderwärmung ausgestiegen.

Auf die Frage von Journalisten, ob der Klimawandel eine Rolle bei den Bränden spiele, sagte Trump, seiner Meinung nach sei das mehr eine Frage «des Managements». Andere Länder hätten schliesslich nicht solche Probleme wie die Westküste. Änderungen bei der Forstverwaltung seien etwas, was man schnell angehen könne. Beim Klimawandel aber müssten sich einen ganze Reihe von Ländern ändern und man müsse sich fragen, ob Indien, China oder Russland das tun würden.

Tausende Häuser und ein halbes Dutzend Orte sind durch die Feuerkatastrophe seit August an der Westküste bereits zerstört worden. Mehr als 20 Menschen starben und über 1,6 Millionen Hektar Land wurden niedergebrannt. Die Präsidentenwahl ist am 3. November angesetzt.

Reuters

9 Kommentare
    Martin Schwizer

    Andere Länder hätten schliesslich nicht solche Probleme wie die Westküste. Änderungen bei der Forstverwaltung seien etwas, was man schnell angehen könne. Beim Klimawandel aber müssten sich einen ganze Reihe von Ländern ändern und man müsse sich fragen, ob Indien, China oder Russland das tun würden. / Damit trifft Trump den Nagel auf den Kopf. Trump, durch und durch wirtschaftlich denkend, sieht keinen Grund die Wettbewerbsfähigkeit der USA einzuschränken, wenn sich andere mindestens ebenso so grosse Emittenten gemäss Pariser Klimaabkommen schlicht zu nichts verpflichtet wurden, weil sie clever Powerplay spielten und trotzdem durch die Unterzeichnung als die Guten gelten. Man denke dabei an China u.a. Das Abkommen in dieser Form ist tatsächlich eine Farce.