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Anti-Rassismus-Demo in Zürich Über 10’000 gingen auf die Strasse

Der «Black Lives Matter»-Umzug durch die Zürcher Innenstadt verlief friedlich – Linksautonome störten jedoch.

Demonstrierende setzten am Samstag ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung. Die Polizei tolerierte den Anlass.
Demonstrierende setzten am Samstag ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung. Die Polizei tolerierte den Anlass.
Foto: Keystone

Ein Vater fährt auf dem Velo mit seiner Tochter am Samstagnachmittag über die Quaibrücke zum Bellevue in Zürich. Platz dafür bleibt ihm nur wenig. Tausende schwarz gekleidete Menschen strömen in die entgegengesetzte Richtung. Sie halten Kartonschilder in die Höhe mit Aufschriften wie «Black Lives Matter» oder «Rassismus und Polizeigewalt stoppen». «Papi, was machen all diese Leute?», fragt die Tochter. «Sie demonstrieren gegen Rassismus», antwortet der Vater und fährt davon, als er eine Lücke in der Menge entdeckt. Weit über 10’000 Personen demonstrierten am Samstag in Zürich gegen die Diskriminierung dunkelhäutiger Menschen, wie die Stadtpolizei meldet. Damit zählt der Anlass derzeit zu den grössten in der Schweiz, seitdem die Proteste vor rund zwei Wochen als Reaktion auf den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in Minneapolis hierzulande starteten. Organisiert wurde die Demonstration von «Black Lives Matter»-Aktivisten, die auch in den Städten Bern, Luzern, St. Gallen und Lausanne am Wochenende Proteste und Kundgebungen veranstalteten.

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