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Politik im Nahen Osten«Über Frieden denken sie nicht mehr nach»

Die palästinensische Menschenrechtlerin Nivine Sandouka und der israelische Schriftsteller Nir Baram über die Idee eines gemeinsamen «Israel-Palästina», das Ende der Zwei-Staaten-Lösung und Fanatiker auf beiden Seiten.

Sie teilen dieselben Ressourcen, das Land, die Grenzen: Eine Palästinenserin fährt zusammen mit ultraorthodoxen Juden Bus in Jerusalem.
Sie teilen dieselben Ressourcen, das Land, die Grenzen: Eine Palästinenserin fährt zusammen mit ultraorthodoxen Juden Bus in Jerusalem.
Foto: Atef Safadi (EPA, Keystone)

Der Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern hat seinen toten Punkt vor langer Zeit erreicht. Die beiden Regierungen reden schon seit Jahren nicht mehr miteinander, sie haben sich in ihren Positionen eingegraben. Doch jenseits dieser Starre entwickelt eine neue Generation auf beiden Seiten neue Ideen. Wir haben die palästinensische Menschenrechtlerin Nivine Sandouka (37) und den israelischen Schriftsteller Nir Baram (44) in Jerusalem zum Gespräch gebeten.

Reden wir über die Chance für Frieden im Nahen Osten. Wie viel Optimismus haben Sie noch übrig?

Sandouka: Eigentlich denkt unter den Palästinensern keiner mehr über Frieden nach. Wir haben uns fast schon an den Status quo gewöhnt – daran, dass es eine Palästinensische Autonomiebehörde gibt, die unser tägliches Leben regelt und dass wir ansonsten unter Besatzung leben.

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