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«Dunkelziffer ist enorm»Übergriffe auf sexuelle Minderheiten nehmen zu

66 Meldungen über Attacken auf sexuelle Minderheiten wurden im vergangenen Jahr registriert. Es sind deutlich mehr als im Jahr davor.

«Die Dunkelziffer ist enorm»: Im vergangenen Jahr wurden 66 Meldungen von Übergriffen auf sexuelle Minderheiten registriert.
«Die Dunkelziffer ist enorm»: Im vergangenen Jahr wurden 66 Meldungen von Übergriffen auf sexuelle Minderheiten registriert.
KEYSTONE
Im Jahr davor waren es nur 42 Meldungen – die Attacken nehmen deutlich zu.
Im Jahr davor waren es nur 42 Meldungen – die Attacken nehmen deutlich zu.
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Auffällig sei, dass zwei Drittel der Attacken nicht im Verborgenen, sondern im öffentlichen Raum geschehen würden.
Auffällig sei, dass zwei Drittel der Attacken nicht im Verborgenen, sondern im öffentlichen Raum geschehen würden.
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Attacken und Übergriffe auf sexuelle Minderheiten nehmen in der Schweiz deutlich zu. Im letzten Jahr gingen bei der Beratungsplattform für Betroffene 66 Meldungen ein, während es im Jahr davor nur 42 Meldungen waren. Rund ein Drittel der Betroffenen wurde Opfer von Gewalt, wie die Schwulenorganisation Pink Cross, die Lesbenorganisation Schweiz und das Trandsgender Network in einem Bericht festhalten, der dem «SonntagsBlick» vorliegt.

Die Organisationen betreiben seit vier Jahren eine Beratungsplattform für Betroffene. «Die Dunkelziffer ist enorm. Viele ­Betroffene scheuen sich noch immer, Übergriffe zu melden», sagt Roman Heggli, ­Geschäftsleiter von Pink ­Cross. Was aber auch da­ran liegen könne, dass viele die Helpline überhaupt nicht kennen. Andererseits scheuten manche Opfer auch den Gang zur Polizei. Nicht einmal alle von Pink Cross registrierten gewalttätigen Attacken seien angezeigt und juristisch verfolgt worden. Diese Hemmschwelle müsse ab­gesenkt werden, fordert Heggli: «Die Politik muss die Weichen stellen. Wir sind mit unserer Helpline bereits am Anschlag.»

Eine breite Kampagne zur Sensibilisierung sei notwendig, ebenso eine nationale Meldestelle. Auffällig sei, dass zwei Drittel der Attacken nicht im Verborgenen, sondern im öffentlichen Raum geschehen würden.

(SDA)