Zürich

EWZ testet intelligente Ladestation

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich testet acht intelligente Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Mit den neuen Ladestationen für Elektrofahrzeuge sollen Belastungsspitzen im Stromnetz vermieden und die benötigten Kapazitäten besser planbar werden.

Mit den neuen Ladestationen für Elektrofahrzeuge sollen Belastungsspitzen im Stromnetz vermieden und die benötigten Kapazitäten besser planbar werden. Bild: Symbolbild/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) testet acht Elektrofahrzeug-Ladestationen mit einer intelligenten Steuerung der Ladezeiten. Damit sollen Belastungsspitzen im Stromnetz vermieden und die benötigten Kapazitäten besser planbar werden.

Ein Grossteil der Elektrofahrzeug-Flotte von ewz ist im Werkhof an der Pfingstweidstrasse stationiert. Dort werden die Fahrzeuge auch für ihren nächsten Einsatz aufgeladen. Acht dieser Parkplätze sind neu mit intelligenten Ladestationen ausgerüstet, wie das ewz am Freitag mitteilte.

Intelligent daran ist zweierlei: Einerseits erkennt das System die aktuelle Netzbelastung, macht eine Prognose für die nächsten 24 Stunden und es lernt, wie sich diese Belastung über den Wochenverlauf verändert. Andererseits sammelt das System Daten über die Fahrzeugnutzung und kann das Aufladen der Fahrzeuge zeitlich optimal steuern.

Software bestimmt, wann geladen wird

Konkret heisst das laut ewz: Die Software bestimmt, ob und zu welchen Zeitpunkten ein Fahrzeug aufgeladen werden soll. So wird aufgrund der Erfahrungswerte des Werkhof-Areals gesteuert werden, dass die Elektrofahrzeuge beispielsweise weniger geladen werden, wenn andere Maschinen in Betrieb sind.

Weil die Fahrzeuge jedoch jederzeit einsatzbereit sein müssen, sei die intelligente Ladung komplex, heisst es in der Mitteilung. Das ewz teste deshalb an ihren acht Stationen von Juni bis November zusammen mit Alpiq deren Softwarelösung «GridSense».

Einen ähnlichen Testbetrieb gestartet haben kürzlich auch die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ). In ihrem Parkhaus in Dietikon wurde eine Ladestation eingerichtet, an der bis zu acht Elektroautos gleichzeitig aufgeladen werden können, ohne dass es zu einer Überlastung des Netzes kommt.

Batteriespeicher im Test

Die Einspeisung von unregelmässig anfallendem Solar- und Windstrom stellt neue Anforderungen an das Stromnetz. Um die Schwankungen auszugleichen, braucht es Reserven im System.

Das ewz testet deshalb im Rahmen eines Pilotprojektes auch einen Batteriespeicher. Mit diesem sollen in einem Quartier die schwankende Solarstromproduktion zeitlich auf den Strombedarf des Quartiers abgestimmt werden.

Erkenntnisse daraus seien wichtig für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes, schreibt das ewz. Der darin vorgesehene Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien bedinge gleichzeitig den vermehrten Einsatz von Energiespeichern. (far/SDA)

Erstellt: 05.06.2015, 13:46 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Werbung

Branchenbox

Die wöchentliche Seite in der Printausgabe des «Zürcher Unterländer». Ihre Kontaktangaben immer online abrufbar.

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben