Zürich

Hans-Ueli Vogt will den «Kopf für die Schweiz herhalten»

Die Delegierten der SVP haben Hans-Ueli Vogt für die Ständeratswahlen nominiert. Der 46-Jährige will sich für tiefe Steuern und eine liberale Wirtschaftsordnung einsetzen.

Steigt für die SVP ins Rennen um einen Städneratssitz: Hans-Ueli Vogt während seiner Rede an der gestrigen SVP-Delegiertenversammlung.

Steigt für die SVP ins Rennen um einen Städneratssitz: Hans-Ueli Vogt während seiner Rede an der gestrigen SVP-Delegiertenversammlung. Bild: Keystone

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Die SVP des Kantons Zürich unternimmt mit Hans-Ueli Vogt einen weiteren Versuch, einen Sitz im Ständerat zu erobern. Vogt wurde gestern Abend von den Delegierten diskussionslos nominiert. Wie er in seiner Ansprache sagte, wolle er in Bern «den Kopf für die Schweiz hinhalten» und sich unter anderem für einen attraktiven Steuerstandort, eine liberale Wirtschaftsordnung und die direkte Demokratie einsetzen. Vogt ist als Rechtsprofessor für Privat- und Wirtschaftsrecht an der Universität Zürich tätig.

Dass er als Professor für die SVP antritt, die viele Gewerbetreibende und Landwirte zu ihren Wählern zählt, ist für ihn kein Widerspruch. Wichtig sei, dass jeder das mache, was er am besten könne. «Ich habe nun mal zwei linke Hände – und bin deshalb Professor geworden.» Kritische Fragen oder Voten zu seiner Kandidatur gab es an der Versammlung nicht.

Auf die Frage eines Delegierten, ob man nebst Vogt noch einen anderen Kandidaten auf den Wahlzettel schreiben solle, meinte Parteipräsident Alfred Heer: «Schreiben Sie Hans-Ueli Vogt auf die erste Linie, und machen Sie einen Strich auf die zweite.» Das sei aber nur seine persönliche Meinung. Über die Unterstützung eines anderen Kandidaten, etwa Ruedi Noser von der FDP, hat die SVP noch nicht entschieden.

«Ganz wichtige Wahlen»

Vor der Nomination wurden die Delegierten in der Mehrzweckhalle Obfelden von Alfred Heer und Alt-Bundesrat Christoph Blocher auf den Wahlkampf eingeschworen. «Die Probleme im Land werden immer akzentuierter», sagte Heer und verwies etwa auf die Einwanderung. Für Blocher sind die eidgenössischen Wahlen 2015 «ganz wichtige Wahlen» – erstmals gebe es in der Schweiz momentan ein «linkes Parlament und einen linken Bundesrat» – was im Herbst geändert werden müsse. (Landbote)

Erstellt: 29.04.2015, 09:02 Uhr

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