Jugendstrafrecht

«Ich habe keine Kuscheljustiz betrieben und galt nie als Weichei»

Kaum ein Fall polarisierte derart wie das Sondersetting für den jugendlichen Straftäter «Carlos». Nun meldet sich Jugendanwalt Hansueli Gürber, der das Sondersetting anordnete, in einem Buch zu Wort.

Während sieben Jahren?traf er sich hier regelmässig mit Jugendlichen zu Gesprächen: Ex-Jugendanwalt Hansueli Gürber vor dem Café Gloria im zürcher Kreis 5.

Während sieben Jahren?traf er sich hier regelmässig mit Jugendlichen zu Gesprächen: Ex-Jugendanwalt Hansueli Gürber vor dem Café Gloria im zürcher Kreis 5. Bild: Chantal Hebeisen

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Hansueli Gürber hat sich als Treffpunkt das Café Gloria ausgesucht. Das Lokal an der Josefstrasse im Zürcher Kreis 5 befindet sich direkt unterhalb seines ehemaligen Arbeitsortes, damals, als er noch leitender Zürcher Jugendanwalt war. Gürber sitzt zusammen mit einem Mittvierziger draussen in der Sonne und raucht eine Zigarette. «Ich bin gleich bei Ihnen», begrüsst er mich. Er könne hier eben selten aufkreuzen, ohne noch einen spontanen Schwatz mit ehemaligen Arbeitskollegen zu halten, sagt der Mann mit der bekannten Langhaarfrisur, dem Backenbart und der markanten Brille. «Ich rauche nur eben kurz fertig», ergänzt er. «Die letzte, bevor Sie das Rauchen aufgeben – wie damals im Film, nicht wahr?», erwidere ich. Gürber lacht.

Sie haben in der jüngeren Vergangenheit viel Negatives durch die Medien erfahren, warum geben Sie trotzdem noch Interviews?
Hansueli Gürber: Das ist eine gute Frage. (lacht) Ich hege keinen Groll gegen Journalisten, ich habe einige sehr gute Kollegen, die Journalisten sind. Zudem war ich war 13 Jahre lang Pressesprecher der Zücher Jugendanwaltschaften und habe sehr viel und gut mit Journalisten zusammengearbeitet. Es war für mich ein verständliches Business: sie wollen etwas von mir; ich habe mich bemüht, keine nichtssagende Antworten zu geben. Das haben die Journalisten sehr geschätzt. Die Gegenleistung war, dass sie auf mich Rücksicht genommen haben. Als die «Carlos»-Geschichte losging, habe ich nicht realisiert, dass Journalisten bei Tageszeitungen sehr schnell wechseln und wir uns gegenseitig nicht mehr kannten. Ich bin überzeugt, wenn ich zu dem Zeitpunkt noch Pressesprecher gewesen wäre, dann hätten mich die Journalisten auch nach meiner Sichtweise der Dinge gefragt. Aber diesen Schutz hatte ich nicht mehr.

«Ich wollte, dass meine etwas spezielle Arbeit mit den Jugendlichen im Zentrum steht.»

Hansueli Gürber

Im neuen Buch «Der Weichensteller», das Sie und Ihre Arbeit porträtiert, gibt es zwei grosse Abwesende: den jugendlichen Straftäter «Carlos» und Ex-Regierungsrat Martin Graf. Wieso?
Über den Fall Carlos darf ich nicht reden – auch in diesem Interview nicht. Meine ehemaligen Chefs haben Panik, dass ich etwas verraten könnte, was damals hinter den Kulissen abgelaufen ist. Und für die Politik wäre es auch nicht sehr schmeichelhaft. Die Chefetage ist auch ziemlich nervös wegen diees Buches, sie haben sogar einen Vorabdruck bestellt. Würde ich etwas zu damals sagen, hätte ich sofort ein Verfahren wegen Amtsgeheimnisverletzung am Hals. Das wäre zwar nicht so tragisch, aber ich habe keine Lust, meine Zeit für solchen Blödsinn zu verschwenden. Ich will mich nicht nochmals in so etwas reinziehen lassen. Mir ging es stets darum, dass meine Arbeit mit den Jugendlichen im Zentrum stehen.

Und was ist mit Martin Graf?
Herr Graf hat auf meine Anfrage hin sehr nett zurückgeschrieben – was mich übrigens sehr überrascht hat –, dass er sich im Buch nicht äussern möchte. Er kenne mich nur über den Fall «Carlos», und das würde meinen Verdiensten im Jugendstrafrecht nicht gerecht. Ich habe erst im Nachhinein erfahren, dass er nicht von Anfang an im Bild war, was hinter den Kulissen wirklich abgelaufen ist.

Wer hatte die Idee, das Buch zu schreiben?
Es war nicht meine Initiative, der Verlag ist auf mich zugekommen. Ich habe mir zwar immer überlegt, ein Buch über meine Tätigkeit zu verfassen, aber ich habe ein zu grosses «Puff» in meinem Kopf. In 30 Jahren Berufstätigkeit sammeln sich so viele Geschichten an.

Dann ist das Buch keine Rehabilitierung Ihrer Person?
Nein. Es war ein schlichter Wunsch: meine Arbeit mit den Jugendlichen, die wohl etwas speziell war, mal zu beschreiben. Diese Umgangsart, wie ich sie mit gestrauchelten Jugendlichen pflegte, ist derzeit nicht in Mode. Aber ich bin nach wie vor optimistisch, dass sich dies irgendwann wieder ändern wird. Vielleicht erinnert sich dann jemand an mein Buch und zieht es wieder aus dem Regal – vielleicht auch nicht. Das ist dann halt Schicksal.

War es Ihr Verarbeitungsprozess des Falls «Carlos»?
Nein, eigentlich nicht. Die Geschehnisse von damals sind vorbei und abgehakt. Über die wesentlichen Informationen darf ich ja nicht sprechen, beziehungsweise schreiben. Das bleibt so, aber damit habe ich mich abgefunden.

Wie gefällt Ihnen denn das Buch?
Eigentlich ist es mir zu positiv. Ich hätte mir mehr kritische Stimmen gewünscht, denn ich sehe mich selbst lange nicht so positiv, wie ich im Buch rüberkomme. Andererseits war es sehr eindrücklich, die neun Jugendlichen wieder zu treffen, die im Buch zu Wort kommen. Von ihnen zu hören, was wirklich wichtig war für sie in der Zusammenarbeit, ihre enorme Dankbarkeit zu spüren, das war sehr berührend.

«Das Buch ist mir eigentlich zu positiv»Ex-Jugendanwalt Gürber

Ihre Kinder beschreiben Sie im Buch unter anderem als selbstsicher und bestimmt, aber auch überheblich und dominant und Sie hätten einen «sturen Grind». Hat Sie dies eher gefreut oder geärgert?
Ich finde es cool, dass sie das über mich schreiben. Diskussionen hat es deswegen nicht gegeben; ich sagte ihnen, sie sollen schreiben, was sie über mich denken. Ende. Ich finde alle Punkte zutreffend, ausser, dass ich überheblich sei. Aber das sehen sie von aussen offenbar etwas anders.

In einem Magazin-Artikel Anfang 2014 sagte ein mit Ihnen befreundeter Jugendanwalt, Sie seien innerhalb der Jugendanwaltschaft zunehmend einsam gewesen. Stimmt das?
Auf der Jugendanwaltschaft selbst nicht. Aber unter den leitenden Jugendanwälten schon, ja. Aber das ist ein heikles Thema, das ich nicht weiter ausführen darf.

Stimmt es denn, dass Sie durch den Dok-Film Wertschätzung gesucht haben?
Nein, denn die hatte ich im Stillen und auch innerhalb unserer Jugendanwaltschaft schon. Aber ich wusste, wenn ich pensioniert werde, dann wird es niemanden mehr geben, der mit meinen Methoden arbeitet. Das heisst, die beste Lösung für den Jugendlichen zu suchen, um ihn wieder auf den Weg zu bringen. Aber, wie ich schon sagte, ich hatte unterschätzt, dass ich keinen engen Bezug mehr hatte zu den Journalisten. Das war rückblickend ein Fehler.

Haben Sie heute noch Kontakt zu «Carlos»?
Ich habe einen losen Kontakt. Letztmals trafen wir uns vor einigen Monaten und da ging es ihm gut. Es ist erstaunlich, wie ruhig er geworden ist – er hat durch die ganzen Vorfälle auch ein gewisses Selbstbewusstsein erlangt und grosse Fortschritte gemacht. Als er jedoch merkte, dass ich an einem Buch arbeite, ist er sehr vorsichtig geworden. Ich glaube, er hatte Angst, dass er wieder in einen solchen Sturm reingezogen wird. Deshalb war es auch wichtig, ihn zu schützen und aus dem Buch rauszuhalten.

«Bei meinem letzten Kontakt ging es «Carlos» gut.»Hansueli Gürber

Im Buch scheint es, als hätten Sie zu «Ihren» Jugendlichen einen sehr nahen Kontakt. Wie grenzt man sich da ab?
Ich konnte immer gut unterscheiden zwischen Beruf und Privatleben. Ich habe am Wochenende nicht ständig über meine Klienten nachgehirnt. Das ist auch wichtig. Man bleibt so nicht auf einer Schiene, sondern ist fähig, die Dinge am Montag aus einer anderen Perspektive anzuschauen. Wenn man auf dem Gleis stehen bleibt, fährt der Zug immer in die gleiche Richtung, ohne vielleicht mal an einer Weiche einen Kurswechsel vorzunehmen.

Wie grenzen Sie sich denn konkret ab?
Ich wehre mich gegen die sogenannt nüchterne Abklärung, die derzeit in der Sozialarbeit grassiert. Sieht ein Jugendlicher mich denn sofort als Kumpel, wenn ich mal eine Zigi mit ihm rauche? Kann ich mich zu wenig abgrenzen, wenn ich jemanden in einer emotionalen Situation mal an der Schulter halte? Das hat für mich nichts mit Abgrenzung zu tun. Abgegrenzt habe ich mich über die innere Haltung. Dass ich nicht mit dem Jugendlichen «drehe» und Entscheidungen mit nüchternem Verstand treffe. Nach aussen handelte ich immer nach meinem Credo «Ich mag dich. Du bist mir wichtig. Ich traue dir etwas zu». Das soll der Jugendliche spüren. Da schwingen Emotionen mit. Den Weg gehen muss der Jugendliche aber selbst.

Sie betonen im Buch aber immer wieder, dass Sie für die Jugendlichen jederzeit erreichbar waren.
Ich war für Jugendliche in schwierigen Situationen immer erreichbar. Aber das waren vielleicht zehn Telefonate, die ich in zwölf Jahren effektiv erhalten habe. Es ging viel weniger darum, nonstop erreichbar zu sein, sondern dass ich ihnen das Gefühl vermitteln konnte, dass ich in einem Notfall auch an einem Sonntag für sie da bin. Dass ich ihnen zeigen konnte, dass sie nicht einfach mein Broterwerb sind.

Im Buch wird erstmals bekannt, dass eine Ihrer Töchter von einem Ihrer Ex-Klienten ein Kind hat, ein anderer Sohn sagt, 98 Prozent seiner Kollegen hätten mal bei Ihnen antraben müssen. Waren Sie und Ihre Familie nicht zu nah dran?
Meine Tochter wohnte damals in Cham, ist aber oft mit meinem jüngsten Sohn aus der Ehe mit meiner Frau in den Ausgang gegangen. So hat sie auch Leute aus Adliswil kennen gelernt. Wir wohnen in Adliswil direkt oberhalb einer Siedlung, wo rund die Hälfte der Jugendlichen mal zu einer Einvernahme bei mir vorbeikommen musste. Wir wohnten mitten drin. Dadurch, dass mein jüngster Sohn in diesen Kreisen verkehrt ist, habe ich einige Mechanismen besser verstanden. Ich habe viel von ihm gelernt.

«Ich habe viel von meinem Sohn gelernt»Hansueli Gürber

Was sagen Sie zum Vorwurf, Sie hätten eine Kuscheljustiz betrieben?
Auf der Jugendanwaltschaft galt ich nie als Weichling und habe die Jugendlichen knallhart zu Untersuchungshaft verdonnert. Das lustige war, wenn ich ihnen nach der Haft bei uns in Adliswil auf der Strasse begegnet bin, haben sie mir wie wild zugewinkt und mich gegrüsst. Und ich dachte mir, der müsste mich doch eher Arschloch nennen, nachdem ich ihn in den Knast gebracht habe. Im Jugendstrafrecht geht es um beides: ums Kuscheln, aber auch Konsequenz und Härte zu zeigen. Ich habe den Jugendlichen immer vermittelt, dass ich sie als Mensch okay finde. Aber wenn sie drei Leute niederschlagen, hat das Konsequenzen. Da nützt es auch nichts, wenn sie weinen, wenn sie in den Knast müssen.

Dann würden Sie also härtere Strafen begrüssen?
Nein. Wenn man bei den schwierigen Jugendlichen nur mit Härte vorgeht, dann steigt ihre Wut und ihre Gewaltbereitschaft. Nur den Kuschelkurs zu fahren, wäre aber auch falsch. Die Mischung macht‘s aus. Ich arbeitete immer in Richtung Eigenverantwortung. Jene Kreise, die nach mehr Härte rufen, werden plötzlich kleinlaut, wenn es um ihre eigenen Kinder oder die Kinder ihrer Bekannten und Nachbarn geht.

Was war für Sie denn der schönste Moment in Ihrem Berufsleben?
Wenn es bei den Jugendlichen Klick gemacht hat. Wenn sie verstanden haben, dass sie auf dem bisherigen Weg nicht weiter gehen können, etwas verändern und Eigenverantwortung übernehmen müssen. Bei gewissen Jugendlichen dauerte das zwar fast eineinhalb Jahre. Aber das war schön, wenn es so weit war.

Warum haben denn diese Jugendlichen Mühe mit der Eigenverantwortung?
Sie haben hochtrabende Träume und müssen diese aufgrund ihrer Möglichkeiten Stück für Stück begraben. Wie «Carlos» damals, als er Thaibox-Profi werden wollte. Vielleicht wird er es irgendwann, vielleicht auch nicht. Wichtig ist, dass man den Jugendlichen dann nicht ihre letzte Hoffnung nimmt. «Carlos» hatte etwas, worin er gut war. Eine Lehre kann man bei vielen dieser jungen Menschen wegen mangelnder schulischer Leistung und wegen des schlechten Verhaltens vergessen. Also muss man sie da abholen, wo sie für sich selbst noch Perspektiven sehen. Und sie dann langsam in die Realität zurückholen und ihnen Möglichkeiten bieten.

«Wichtig ist, dass man den Jugendlichen nicht ihre letzte Hoffnung auch noch nimmt.»

Wie haben Sie gelernt, wie man mit diesen Jugendlichen umgehen muss?
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. In Regensdorf im Gefängnis habe ich sicherlich sehr viel gelernt. Da habe ich viele schwere Fälle betreut. Ich wusste aber, wenn man hier Angst zeigt, hat man verloren, dann musste man nicht mehr dort auftauchen. Wenn ich mit psychisch kranken Tätern alleine war, wusste ich, ich muss sie von ihrem Trip irgendwie wieder herunter holen. Unter diesem Druck habe ich einige Dinge gelernt, die mich geprägt haben. Das habe ich später auf die Jugendanwaltschaft übertragen. Wenn man einem jugendlichen Gewalttäter auf der gleichen Ebene begegnet, ihn als Person kleinmachen, dann wird er in seinem Gebahren noch bestätigt ihn in seiner Rolle, dass er «en böse Siech» ist und alle gegen ihn sind.

Wie haben Sie Ihre Pensionierung erlebt?
Es war so, wie ich es erwartet habe. Immer, wenn ich eine Tätigkeit beendet hatte, konnte ich auch damit abschliessen. Zwar war ich hier nicht ganz sicher, ob es klappen würde, weil es ja um das Ende einer fast dreissigjährigen Tätigkeit ging. Wenn ich aber heute hier an der Josefstrasse bin, dann … uaah… möchte ich nicht nochmals von morgens um sechs bis abends arbeiten. Ich habe das Glück, dass ich meine Familie, meine Tiere und meinen Garten habe. Da bin ich beschäftigt.

Trotzdem war Ihr Abgang vermutlich nicht der schönste. Fühlten Sie sich nicht als Bauernopfer im Regen stehen gelassen?
Ich war selbst 13 Jahre in der Politik und wusste, wie die Ausgangslage war. Es standen Wahlen bevor, deshalb bin ich von Anfang an ohne jegliche Erwartung in die Gespräche mit der Justizkommission gegangen. Wir hatten einen Grünen Regierungsrat und einen SVP-Oberjugendanwalt, SVP und FDP waren am Flirten und die SP betrachtete Regierungsrat Graf quasi als ihren Regierungsrat. Da war meine Rolle absehbar.

«Martin Graf war eigentlich auch ein Opfer.»

Empfanden Sie Genugtuung, als Martin Graf seine Wiederwahl verpasste?
Nein, eigentlich nicht. Er hat in meinen Augen nicht sehr geschickt agiert, aber er war eigentlich auch ein Opfer. Auch hat er auf das falsche Pferd gesetzt. Ich habe noch niemals zuvor so viel Verachtung in der Politik erlebt, wie die, die von gewissen SVP-Leuten gegenüber Graf. Aber das ist nicht mein Bier, solch politisches Kalkül.

Tragen Sie denn dem «Blick» heute noch etwas nach?
Ja. Es ist schon eine komische Konstellation: ich kenne Frau Ringier persönlich, sie war einst meine Untergebene, sie ist ja auch im Sozialbereich tätig. Das ist für mich seltsam, dass man handkehrum in eine solche Zeitung involviert sein kann, die rein nach dem Volksgusto schreibt. In den 68er-Jahren hätten sie vielleicht geschrieben, was ich für ein toller Jugendanwalt bin, wie ich die Jugendlichen auf den rechten Weg zurück bringe. Heute titeln sie auf , ohne den Sachverhalt sauber abzuklären. Das ist schon eine Schweinerei. Ich bin zwar kein Justizfan, aber eigentlich hätte ich ein Strafverfahren einleiten können. Denn der Journalist wusste genau, welche Welle er mit seinem Artikel lostreten würde. Dass bei uns im Büro an diesem Dienstag die Telefone keine Minute schweigen würden und wir mit Beschimpfungen und Drohungen eingedeckt würden. Das trage ich dem «Blick» nach.

Geben Sie dem «Blick» zu Ihrem neuen Buch nun auch ein Interview?
Wenn Sie mich anfragen würden, bin ich dazu bereit, ja.

Erstellt: 07.09.2016, 17:27 Uhr

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Das Buch

«Der Weichensteller», Ursula Eichenberger, Verlag Wörterseh, 224 Seiten, Fr. 36.90.
Ein Buch schreiben, das seine unkonventionelle Arbeit mit jugendlichen Straftätern aufzeigt, das sei die Idee zum Buch gewesen, sagt der Hansueli Gürber. In dreissig Berufsjahren beurteilte der Ex-Jugendanwalt über 6000 Jugendliche und verhängte Strafen oder Massnahmen. Dabei versuchte er stets, erzieherisch auf «seine» zum Teil schwerstkriminellen Jugendlichen einzuwirken und sie auf den rechten Weg zurück zu bringen. Dafür zollten ihm seine Klienten Respekt und Vertrauen, von der breiten Öffentlichkeit erntete er zuletzt viel Kritik.

Zur Person

Hansueli Gürber (65) ist studierter Jurist und arbeitete während 30 Jahren als Jugendanwalt, zuletzt von 2007 bis zu seiner vorzeitigen Pensionierung im September 2014 als Leitender Jugendanwalt in der Stadt Zürich. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er durch den Fall «Carlos» (siehe Kasten rechts) bekannt. Gürber ist verheiratet, lebte aber während 18 Jahren parallel mit zwei Frauen, woraus er nie ein Geheimnis machte. Mit seiner Ehefrau hat er eine Tochter und zwei Söhne (geboren 1979, 1981 und 1983), mit seiner Geliebten hat er zwei Töchter (geboren 1988 und 1998). Seine grosse Leidenschaft gilt den Reptilien: Er hält über hundert Schlangen und Echsen zu Hause.

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