Regensdorf

Kesb-Unterlagen in den Händen von Häftlingen

In der Strafanstalt Pöschwies kam es zu einer peinlichen Panne. Häftlinge bearbeiteten sensible Kesb-Akten.

Die Gefängnisleitung der Justizvollzugsanstalt Pöschwies will aus dem Vorfall Konsequenzen ziehen.

Die Gefängnisleitung der Justizvollzugsanstalt Pöschwies will aus dem Vorfall Konsequenzen ziehen. Bild: Peter Würmli

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Inhaftierte der Strafanstalt Pöschwies sollen gemäss «Tele M1» Akten der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde Kesb sortiert haben. Rebecca de Silva, Mediensprecherin des Zürcher Amts für Justizvollzug, bestätigt die Recherchen des Senders.

Offenbar seien Fehler passiert im Auftragsprozess, sagt De Silva und kündigt Konsequenzen an. In einem Fall habe sogar ein Häftling Unterlagen der Kesb auf seine Zelle mitgenommen. Die Aufgabe der Häftlinge war es anscheinend, die Unterlagen zu sortieren. Dabei erhielten sie Einblick in sensible Daten.

Die Gefängnisleitung will aus dem Vorfall die nötigen Konsequenzen ziehen. Man wolle nun den Auftragsprozess überprüfen und keine Aufträge dieser Art mehr ausführen.

Rebecca de Silva betont, dass pro Jahr Tausende von grösseren und kleineren Aufträgen korrekt erledigt würden. Es sei ein gesetzlicher Auftrag, die Gefangenen zu beschäftigen. In der Strafanstalt Pöschwies bieten 22 Gewerbe- und Versorgungsbetriebe den mehr als 400 Gefangenen eine Vollzeitbeschäftigung. Dabei werden 7,1 Millionen Franken Umsatz erwirtschaftet. (mcp)

Erstellt: 20.10.2016, 14:54 Uhr

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