Stäfa/Zürich

Mörgeli auf Facebook wieder online

Am Dienstagabend hat Facebook den Account von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli gesperrt. Nun ist der Politiker zurück.

Der SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli wurde auf Facebook gelöscht.

Der SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli wurde auf Facebook gelöscht. Bild: Keystone

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Facebook hat am Dienstagabend das Profil von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli entfernt. Grund für die Massnahme von Facebook sind «unangebrachte Inhalte» im Account von Mörgeli. Wie Facebook-Beiträge, welche der «Zürichsee-Zeitung» vorliegen, zeigen, haben mehrere Nutzer Mörgelis Konto gemeldet, nachdem er letzte Woche mit einem Post für Aufruhr gesorgt hatte.

Der Post von Mörgeli zeigte ein völlig überladenes Flüchtlingsschiff. Dar­un­ter stand in grossen Lettern «Die Fachkräfte kommen». Das von Mörgeli gepostete Bild ist laut «Blick» in ähnlicher Form bereits auf der Website der rechtsextremen deutschen Partei NPD aufgetaucht.

Nutzer erfreut

Die «Zürichsee-Zeitung» konnte mit dem Nutzer sprechen, welcher sich nach der Löschung selbst in einem Kommentar als «Täfelitante 2.0» bezeichnete. Er will sich nur anonym äussern: «Christoph Mörgelis selbstgefällige, menschenverachtende Äusserungen waren mir schon immer ein Dorn im Auge.» Er habe vor ein paar Tagen Mörgelis Profil gemeldet, das sei kein Aufwand. Weil Facebook diese Funktion anbiete, habe er sie auch genutzt. Im normalen Rahmen habe ja die Meinungsäusserungsfreiheit auch auf Facebook Platz. «Dass es jetzt aber geklappt hat und Facebook tatsächlich einen Verstoss gegen die Richtlinien des Netzwerks geltend macht, freut mich natürlich.» Der Facebook-Nutzer ist sich bewusst, nicht als einziger geklickt zu haben: «Eine Meldung reicht kaum aus», meint der junge Mann. Er fordert, dass nun weitere Facebook-Seiten von SVP-Politikern offline gehen sollten, beispielsweise jene von Nationalrätin Natalie Rickli.

Keine Freude bei Mörgeli

Mörgeli bestätigte die Sperrung seines Facebook-Accounts. Der Stäfner SVP-Nationalrat fragt sich gegenüber watson, wie so etwas passieren könne. Sollte es im Zusammenhang mit dem Fachkräfte-Post von letzter Woche stehen, frage er sich, wie weit es bei Facebook mit dem Schutz der Meinungsäusserungsfreiheit her sei.

Am Mittwochmorgen wurde das Profil wieder aufgeschaltet. Er dankt Facebook «für die Verteidigung der Meinungsfreiheit und für die ausdrückliche Entschuldigung für die erlittenen Unannehmlichkeiten.»

Liebe Facebook-Freundinnen und -Freunde, liebe Anhänger und Gegner meiner politischen AnsichtenIch kann Ihnen...

Posted by Christoph Mörgeli on Mittwoch, 2. September 2015
(zuonline.ch)

Erstellt: 02.09.2015, 11:59 Uhr

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