Zürich

Waldhaus Nr. 3 auf der Zielgeraden

Anfang 2017 soll das alte Dolder Waldhaus weichen und bis Ende 2019 ein Neubau entstehen. Zunächst findet nun noch eine Ausstellung statt.

Mit der geschwungenen Fassade?nimmt das Neubauprojekt Dolder Waldhaus Bezug auf das Luxushotel Dolder Grand.

Mit der geschwungenen Fassade?nimmt das Neubauprojekt Dolder Waldhaus Bezug auf das Luxushotel Dolder Grand. Bild: Visualisierung Dolder

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Ende dieses Monats wird die Baubewilligung der Stadt Zürich für den Neubau des Dolder Waldhaus erwartet. Man sei zuversichtlichl, dass keine Einsprachen eingehen, sagte Bauprojektleiter Urs Simeon an einer Medienkonferenz gestern vor Ort. Man habe mit allen Nachbarn, die gegen den vom Stadtparlament genehmigten Gestaltungsplan Einwände hatten, aussgerichtlich Regelungen finden können.Ende 2019 soll derNeubau eröffnen. Er stammt von den Zürcher Architekten Meili, Peter & Partner und ist das dritte Waldhaus an dieser Stelle. Es ersetzt den Bau von 1974 der Architekten Robert Briner und Herbert Wirth, für den der Bau des Architekten Jacques Gros von 1895 gesprengt wurde. Der wuchtige Siebzigerjahre-Bau stiess von Anfang an auf viel Kritik. Bis heute gibt es Stimmen des Bedauerns über den Abriss des ersten Waldhauses im Historismus-Stil. Es war zusammen mit der Dolderbahn auf der grünen Wiese entstanden. Eine Ausstellung im Waldhaus-Foyer lässt noch bis Ende September die Geschichte Revue passieren und erklärt das Neubauprojekt.

Rund 100 Millionen Franken

Das neue Waldhaus wird wieder ein Hotel der Kategorie 4 Sterne Superior sein. Es wird auch wieder Mietwohnungen umfassen und ein Schwimmbad beziehungweise einen Spa im Gebäudesockel. Der Bau wird etwas weniger hoch als der bestehende und weist doch die doppelte Kubatur auf. Das Übernachtungsangebot bleibt mit 97 Zimmern und Suiten etwa gleich. Als neues Element auf dem Areal kommt eine Villa mit vier grossen, luxuriösen Mietwohnungen hinzu.

Das Waldhaus ist wie das Dolder Grand Teil der Dolder Hotel AG, bei der 2001 der Financier Urs Schwarzenbach die Mehrheit übernommen hat. In die Erneuerung des Grandhotels nach den Plänen von Stararchitekt Norman Foster hat er eine halbe Milliarde Franken investiert hat. Für das Waldhaus sind nun rund 90 Millionen und für die Villa knapp acht Millionen Franken budgetiert, sagte gestern Thomas Schmid, Director of Business Development bei der Dolder Hotel AG und Projektleiter des Neubaus.

Die Inneneinrichtung wird im Stil «Midcentury» erfolgen, sagte er – also angelehnt an die 1950er und 1960er Jahre. Das Parterre mit dem Restaurant soll ein Anziehungspunkt auch für die Einheimischen werden. So hält denn die Dolderbahn künftig nicht mehr neben, sondern im Gebäude.

Das neue Waldhaus werde das Grandhotel bestens ergänzen, sagte Mark Jacob, Managing Director der Dolder Hotel AG. Der moderne Gast sei unkompliziert, er esse heute luxuriös und morgen einfacher. Dasselbe gelte für die Übernachtung – als Alleinreisender möglicherweise im Grand, mit der Familie lieber im Waldhaus, wo im Neubau der Spa auch für Kinder zugänglich sein wird.

Nachgefragte Kombination

Zudem bestehe bei Kongressen im Grandhotel die Nachfrage nach einer Kombination mit Viersterne-Unterbringungen, etwa für die Angestellten der Teilnehmer. Hier ergänzten sich die zwei Dolder-Hotels schon heute, sagte Jacob. Wenn das Waldhaus nach der Wiedereröffnung auch äusserlich etwas hergibt, wolle man die Kombination proaktiv bewerben, so Jacob. Das Credo des Hauses im zunehmenden Konkurrenzkampf umschrieb er so: Das Dolder ist nicht nur Teil der Destination Zürich, es ist selber eine Destination.

Auch in den Mietwohnungen sind alle Hotel-Dienste erhältlich. Hier sieht man viel Potenzial bei einer älteren Klientel, die sich für den Ruhestand einrichten will.

Am 7. und 8. Oktober findet der Schlussverkauf des Waldhaus-Inventars statt.

Erstellt: 31.08.2016, 20:28 Uhr

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