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Arzthonorare am Stadtspital Triemli falsch verbucht

Am Zürcher Stadtspital Triemli sind Arzthonorare falsch verbucht worden. Zu Schaden kamen aber weder die Stadt noch das Spital. Im Gegenteil.

Ärzte bezahlten am Triemlispital Mitarbeitenden Weiterbildungen, die eigentlich das Spital finanzieren müsste.
Ärzte bezahlten am Triemlispital Mitarbeitenden Weiterbildungen, die eigentlich das Spital finanzieren müsste.
Keystone

Die Zürcher Finanzkontrolle hat für das Jahr 2015 die Prozesse des Stadtspitals Triemli zur Verbuchung der Honorare für die stationäre Behandlung von privat und halbprivat versicherten Patientinnen und Patienten geprüft.

Dabei hat sie Abweichungen von den geltenden Regelungen beanstandet, insbesondere die Berechnung des «Spitalabzugs», die Verwendung der «Führungsreserve» sowie diverse buchhalterische Fehler. Diese Resultate eines Zwischenberichts der Finanzkontrolle waren bereits im Februar publik geworden, und hatten dazu geführt, dass die damalige Gesundheits-Stadträtin Claudia Nielsen (SP) bei den Erneuerungswahlen im März nicht mehr antrat.

Am Donnerstag nun präsentierte Nielsens Nachfolger Andreas Hauri (GLP) den Schlussbericht. Die Resultate bleiben dieselben. Rund 800'000 Franken wurden laut Finanzkontrolle «nicht zweckkonform verwendet». Es erfolgten Auszahlungen ohne eindeutige Rechtsgrundlage und ohne buchhaltungstechnisch korrekte Verbuchungspraxis - wohl aber liegen in den meisten Fällen Belege vor.

Bezahlt wurden von diesem Geld, das eigentlich den Ärztinnen und Ärzten zusteht, beispielsweise Weiterbildungen von Mitarbeitenden. Diese müsste eigentlich das Spital zahlen. Ab und zu wurde auch ein Gastreferent bezahlt oder es gab einen Zustupf an ein Sommerfest.

Damit künftig die Buchhaltung alle Vorgänge nachvollziehen kann, braucht es am Stadtspital Triemli ein moderneres Abrechnungssystem und eine Anpassung der Rechtsgrundlage. Laut Stadt ist man «auf einem guten Weg» dahin.

SDA/mst

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