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Auf die Kälte folgt der Föhn

-13 Grad in Winterthur und Kloten, -11 Grad am Zürichsee: Die Region hat den kältesten Morgen dieses Winters hinter sich. Die Kältewelle neigt sich nun ihrem Ende entgegen.

Die Kälte zaubert derzeit wundervolle Eisskulpturen, so wie hier beim Reidbach in Wädenswil. Damit ist aber bald Schluss.
Die Kälte zaubert derzeit wundervolle Eisskulpturen, so wie hier beim Reidbach in Wädenswil. Damit ist aber bald Schluss.
Marlis Brielmann, Leserreporter

So kalt wie am frühen Mittwochmorgen war es in diesem Winter im Flachland noch nie. Wie den Messdaten von Meteoschweiz zu entnehmen ist, lagen die Temperaturen nochmals einen Tick tiefer als noch am Montag und Dienstag.

In Kloten blieb das Thermometer bei -13,4 Grad stehen, ähnlich kalt war es im restlichen Zürcher Unterland, im Weinland und in Winterthur und Umgebung. Am Zürichsee war es hingegen vergleichsweise «mild»: In Wädenswil lag der Tiefstwert am frühen Mittwochmorgen bei -11,7 Grad.

Klare Nacht sorgt für neue Tiefstwerte

Aber warum war es heute Morgen kälter als am Montag und Dienstag, als die Kältewelle eigentlich auf ihrem Höhepunkt war?

Verantwortlich dafür war vor allem die Tatsache, dass der Himmel vielerorts aufklarte. Zudem war es windstill. Beides war an den Vortagen nicht der Fall.

Dabei handelt es sich um ein bekanntes meteorologisches Phänomen. Wolken und Wind behindern die sogenannte Wärme-Abstrahlung vom Boden. Vor allem die Wolken haben diesbezüglich eine regelrechte Isolationswirkung.

Wind und Wellen sorgen bei den tiefen Temperaturen dafür, dass sich das Ufer des Zürichsees mit einer Eisschicht überzieht. Hier in der Badi Seerose in Horgen.
Wind und Wellen sorgen bei den tiefen Temperaturen dafür, dass sich das Ufer des Zürichsees mit einer Eisschicht überzieht. Hier in der Badi Seerose in Horgen.
Patrick Gutenberg
Vereiste Badi Seerose in Horgen.
Vereiste Badi Seerose in Horgen.
Patrick Gutenberg
Eine Boje beim Richterswiler Horn nach langer Minusgrad-Zeit.
Eine Boje beim Richterswiler Horn nach langer Minusgrad-Zeit.
Manuela Matt
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In klaren Nächten kann die Wärme jedoch ungehindert in die Atmosphäre entweichen, sodass die Temperaturen vor allem in Senken und Muldenlagen in den Keller rasseln. Genau das ist von Dienstag auf Mittwoch passiert.

Deutlich milder am Wochenende

Die kurze, aber prägnante Kältewelle neigt sich nun bereits wieder ihrem Ende entgegen. Auf Donnerstag hin dreht die Höhenströmung allmählich von Ost auf Süd, über den Alpen stellt sich eine Föhnlage ein.

Die Erwärmung wird sich allerdings zunächst vor allem in den höheren Berglagen und den Föhntälern bemerkbar machen. Spätestens am Wochenende klettern die Temperaturen dann auch im Flachland deutlich über die Nullgradmarke.

Auswirkungen hatte das kalte Wetter im Februar übrigens auch auf die Wassertemperatur des Zürichsees. Noch Ende Januar wurde an der offiziellen Awel-Messstation in Oberrieden eine Oberflächentemperatur von knapp über 6 Grad gemessen – am Dienstag waren es nur noch knapp 4 Grad.

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