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Axa zielt auf neue Geschäftsfelder

Axa-Winterthur legt ein stabiles Jahresergebnis vor. Der Bereich der Lebensversicherungen von Privaten steckt aber weiter in der Krise. Auch darum will der Versicherer ab Mitte Jahr wieder Krankenversicherungen anbieten und im Digitalbereich weiter wachsen.

Die AXA Winterthur hat das Jahresergebnis 2016 vorgestellt. CEO Antimo Perretta erklärt im Gespräch mit Jakob Bächtold, Stv. Chefredaktor des Landboten, wie die Versicherung in den Bereichen Gesundheit und Cyber-Risk neue Wege geht.

11 Milliarden Franken Umsatz hat die Axa-Winterthur im Jahr 2016 gemacht. Das liegt nur knapp unter der Zahl des Vorjahres. Der operative Gewinn ging hingegen deutlich zurück: Er liegt bei 829 Millionen Franken, 7,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies begründet die Versicherungsgesellschaft in ihrer Medienmitteilung mit der gesunkenen Rendite bei festverzinslichen Anlagen und höheren Absicherungskosten. «Die anhaltend tiefen Zinsen schmälern unser Ergebnis», sagt CEO Antimo Perretta. «Klammert man das Kapitalanlagengeschäft aus, sind wir beim operativen Gewinn auf dem Niveau des hervorragenden Vorjahres.»

Schadensversicherungen legen zu

Im Bereich der Schadensversicherungen ist das Prämienvolumen um 0,6 Prozent gestiegen. Auffallend sind hier die vielen Neuabschlüsse bei den Motorfahrzeug- und Hausratsversicherungen. Hier konnte die Axa-Winterthur über 14'000 neue Verträge abschliessen, ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von 62,7 Prozent.

Auch das Kollektivleben-Geschäft, also die berufliche Vorsorge bei Firmen, ist stabil. Die Bruttoprämien steigen um 2,1 Prozent auf 6,7 Milliarden Franken. Besonders stark gewachsen ist das Geschäft mit teilautonomen Versicherungslösungen, bei denen ein Teil der Vorsorge bei den Firmen bleibt und nur ein Bereich (zum Beispiel Invaliditäts- oder Todesfallversicherung) versichert wird. Hier machte die Axa 94 Millionen Umsatz, 104,3 Prozent mehr als im letzten Jahr.

Bereich Einzelleben bricht ein

Der Bereich Einzelleben schwächelt hingegen weiter: Bruttoprämien sanken um 17,1 Prozent auf 987 Millionen Franken. Das Neugeschäft ist noch stärker eingebrochen und geht um 20,4 Prozent auf 97 Millionen Franken zurück.

Auch darum will die Axa in neue Geschäftsfelder vorstossen: Wie Anfang Dezember bekannt geworden ist, ist per Mitte 2017 der Wiedereinstieg in den Verkauf von Krankenversicherungen geplant. Laut CEO Antimo Perretta ist in diesem Bereich längerfristig ein Ausbau geplant. Auf ein Umsatzziel will er sich im Interview aber nicht festlegen.

Neue Versicherung gegen Cyber-Attacken

Ein anderes neues Geschäfstfeld sind die Versicherungen gegen Internetattacken, die Axa seit 2015 anbietet. Im Jahr 2016 wurde damit laut Axa-CFO Alain Zweibrucker bereits ein Umsatz von einer Million Franken erzielt. Obwohl die Cyber-Risk-Versicherung ursprünglich auf KMU zugeschnitten war, gehören unterdessen mehr Private zu den Kunden in diesem Bereich. Bisher konnten sich nur Axa-Kunden mit einer Zusatzversicherung gegen Cyber-Risk versichern. In Kürze will die Axa-Arag nun aber eine eigene, selbstständige Versicherung anbieten.

Grösster privater Arbeitgeber Winterthurs

Laut Medienmitteilung hat die Axa-Winterthur aktuell 3763 Angestellte, das sind 5 weniger als im Vorjahr. In Winterthur arbeiten rund 3000 Axa-Angestellte. Das Unternehmen ist damit der grösste private Arbeitgeber in der Stadt.

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