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Bedingungen der U-Haft sollen verbessert werden

Mehr Platz, häufiger soziale Kontakte oder auch eine bessere Ausbildung des Aufsichtspersonals sollen im Kanton Zürich die Bedingungen in der Untersuchungshaft verbessern.

Künftig soll es im Kanton Zürich differenziertere Möglichkeiten zur Unterbringung von Untersuchungshäftlingen geben.
Künftig soll es im Kanton Zürich differenziertere Möglichkeiten zur Unterbringung von Untersuchungshäftlingen geben.
Keystone

Als Folge des Suizids der Mutter aus Flaach hatte die Justizdirektion den Auftrag erteilt, die Modalitäten der Untersuchungshaft im Kanton Zürich zu überprüfen. Auch die Nationale Kommission zur Verhütung von Folter hatte dem Zürcher Amt Empfehlungen unterbreitet.

«Künftig soll es mehr differenzierte Möglichkeiten in der Untersuchungshaft geben», sagte Amtsleiter Thomas Manhart am Freitag vor den Medien. In seinem Bericht fordert das Amt für Justizvollzug zum Beispiel mehr Gruppenvollzug statt Einzelhaft. Zudem sollen die sozialen Kontakte zur Aussenwelt verbessert werden.

«Offeneres Regime»

Menschen, die für längere Zeit in U-Haft sind, sollen nach sechs bis acht Monaten in ein Gefängnis mit einem «offeneren Regime» wechseln, wie Manhart sagte. Zudem schlägt der Bericht vor, den Gesundheits- und Nachtdienst aufzustocken und mehr Plätze für Insassen mit psychischen Problemen zu schaffen. Derzeit gibt es in der forensischen Klinik Rheinau 27 solche Plätze.

Für viele der Änderungen bräuchte es zusätzliches Personal, betonte der Leiter für Justizvollzug. Aber die Zeit sei reif für eine Weiterentwicklung der Untersuchungshaft.

Die Justizdirektion begrüsst die Vorschläge, wie Vorsteherin Jacqueline Fehr (SP) sagte. Als nächstes müsse das Amt diese nun beziffern. In der derzeitigen angespannten Finanzlage seien solche Massnahmen aber nicht leicht umzusetzen.

SDA/mst

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