Stadelhofen

Beleuchtungsidee löst Fragen aus

Die Bäume vom Bellevue bis zum Stadelhofen sollen an Weihnachten im Lichterglanz erstrahlen. Die Installation wäre dauerhaft.

Idee für eine Weihnachtsbeleuchtung auf dem Stadelhoferplatz: Die Äste der Platanen würden mit LED-Lichterketten umwickelt.

Idee für eine Weihnachtsbeleuchtung auf dem Stadelhoferplatz: Die Äste der Platanen würden mit LED-Lichterketten umwickelt. Bild: Visualisierung: CS Swiss GmbH

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2015 war das Bellevue eine Grosbaustelle. Es gab Lärm und Staub, vorübergehend wurden Parkplätze reduziert. Das Verhältnis zwischen den dortigen Geschäftsinhabern und der Stadt Zürich war zeitweise getrübt. Das ist vergessen. An der gestrigen Jahresversammlung der Vereinigung Bellevue und Stadelhofen (VBS) lobte deren Präsident Rudolf Andres die gute Zusammenarbeit. So zeigte er sich etwa erfreut über die Zusage der Stadt, bei der nächsten Street Parade den Sechseläutenplatz nicht erst drei Tage später abzuwaschen, sondern schon am Folgetag. Der Gestank letztes Jahr sei unerträglich gewesen.

Ganz frei von Differenzen ist man aber nicht. Dafür sorgen ­etwa die Pläne für eine Weihnachtsbeleuchtung. Die VBS hat ein Konzept in Auftrag gegeben. Es wurde gestern vorgestellt durch Alessandro De Matteis von der Firma CS Swiss GmbH, die auf Weihnachtsbeleuchtungen spezialisiert ist. Demnach würden 16 Bäume vom Bellevue, entlang dem Sechseläutenplatz bis auf den Stadelhoferplatz zu weihnächtlichen Lichtskulpturen.

Lichtgirlanden wachsen mit

Wie De Matteis ausführte, würden Stamm und Hauptäste auf einer Höhe zwischen drei und zehn Metern mit Lichtgirlanden umwickelt. Speziell an dem Konzept ist, dass die Installation übers Jahr dranbliebe, was zu einer enormen Ersparnis führen würde. Frühestens nach fünf bis sechs Jahren wären die Girlanden zu ersetzen. Sie verliefen in Schlaufen, sodass sie sich dehnen, wenn der Baum wächst.

Als Gast und Redner nahm an der Versammlung auch Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) teil. Er ist letzte Woche über die Pläne in Kenntnis gesetzt worden. Grün Stadt Zürich – eine Abteilung seines Tiefbaudepartementes – stehe der Idee sehr skeptisch gegenüber, musste er dem VBS-Plenum mitteilen. In erster Linie geht es um den Baumschutz. Leutenegger verwies speziell auf die Platanen rund um den Brunnen auf dem Stadelhoferplatz. Sie stam­men noch aus der Zeit, als die parkartige Anlage vor rund 150 Jahren angelegt worden ist.

Sorge um die Bäume

Bei der Montage der Girlanden könnten die Bäume Schaden nehmen, gab Leutenegger zu bedenken. Fraglich sei auch, ob ihnen das konstante Behängen mit Kabeln gut bekäme. Zudem wären die Installationen im Weg, wenn die Bäume geschnitten werden müssen. Leutenegger wollte die Idee aber auch nicht in Bausch und Bogen verwerfen. Als Kompromiss liesse sich die Beleuchtung ja zunächst an vier bis fünf Bäumen am Bellevue testen, sagte er. Er versprach auch, sich nach den Erfahrungen in Basel zu erkundigen, wo der St.-Jakob-Park schon einige Jahre eine solche Weihnachtsbeleuchtung aufweist.

VBS-Präsident Andres bleibt denn auch zuversichtlich. Das Bestechende an der Idee sei, dass mit dem Licht nur die Schönheit dessen betont werde, was schon da ist, und nicht etwas Neues hinzukomme, sagte er auf Anfrage. Klar ist für ihn, dass es Zeit braucht. Er erwähnte das Parkhaus Opera, mit dem die Parkplätze beim Opernhaus in den Boden verbannt wurden. «Das hat von der Idee bis zur Umsetzung 25 Jahre gedauert.»

Zumindest mit der Test-Weihnachtsbeleuchtung am Bellevue könnte es schneller gehen. Dass sie schon im nächsten Advent aufge­hängt werden könnte, wollte Leutenegger auf Anfrage nicht ausschliessen.

Erstellt: 22.03.2018, 14:39 Uhr

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