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Burckhardt-Aktie im Tief, Gewerkschaft in Sorge

Nachdem Burckhardt Compression bekannt gegeben hatte, 50 Stellen zu streichen, ist der Aktienkurs stark gefallen. Die Angestellten fordern einen geringeren Stellenabbau.

Der Aktienkurs der Firma Burckhardt befindet sich nach der Ankündigung des Stellenabbaus in Talfahrt.
Der Aktienkurs der Firma Burckhardt befindet sich nach der Ankündigung des Stellenabbaus in Talfahrt.
Johanna Bossart

Manchmal honoriert die Börse die Ankündigung eines Stellenabbaus mit Applaus und steigendem Aktienkurs; nicht so beim Oberwinterthurer Unternehmen Burckhardt Compression. Am Donnerstagabend hatte der CEO Marcel Pawlicek bekannt gegeben, infolge der schlechten Auftragslage 50 von 730 Stellen am Standort Winterthur abzubauen und weitere 100 Personen auf Kurzarbeit zu setzen. Heute beschleunigte sich die schon zuvor begonnene Talfahrt der Burckhardt-Aktie rasant. Innerhalb eines Tages verlor sie zeitweilig 8 Prozent. Am Freitag Nachmittag war sie noch 275 Franken wert, drei Monate zuvor waren es noch über 360 Franken gewesen. Gestern äusserte sich auch der Arbeitnehmer-Verband «Angestelle Schweiz» zum Stellenabbau bei Burckhardt Compression: «Wieder trifft es ein Traditionunternehmen» , ist das Communiqué überschrieben. Man sei besorgt darüber, dass immer mehr solide Industrieunternehmen hier Stellen abbauen oder ins Ausland verlegen. Es wirke «wie ein Affront», dass Burckhardt in Winterthur 50 Stellen streiche und in den USA Stellen im gleichen Geschäftsbereich geschaffen würden. Der Verband sei überrascht vom Ausmass des Abbaus, begrüsse es jedoch, «dass die Krise nicht nur mittels Stellenabbau sondern auch mit Kurzarbeit bewältigt werden soll».

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