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C&A-Räuber müssen ins Gefängnis

Freiheitsstrafen zwischen 2,5 und 5,5 Jahren: Das Zürcher Bezirksgericht hat vier Personen wegen Raubes beziehungsweise Gehilfenschaft zu Raub verurteilt.

Am Tatort konnten DNA Spuren der Täter sichergestellt werden.
Am Tatort konnten DNA Spuren der Täter sichergestellt werden.
Keystone

Vier Personen hatten im Oktober 2015 eine C&A-Filiale in Zürich ausgeraubt und müssen nun dafür ins Gefängnis.

Die vierköpfige Bande, eine Frau und drei Männer, hatte den Raub gemeinsam geplant und durchgeführt, urteilte das Bezirksgericht am Donnerstag.

Es sei ein Indizienprozess gewesen. Ähnlich wie bei Mosaiksteinen könne eine Mehrzahl von Indizien ein Bild vermitteln, wie der Sachverhalt gewesen sei, sagte der Richter bei der Urteilseröffnung.

Zu diesen Indizien gehören beispielsweise DNA-Spuren am Tatort, das Fluchtauto, fehlende Alibis, die Signalemente der Täter, der Umgang mit Geld nach der Tat oder der Zugang zu Insiderwissen.

Das Gericht verhängte deshalb Freiheitsstrafen zwischen 2,5 und 5,5 Jahren. Die Frau erhielt 2,5 Jahre. 10 Monate davon muss sie im Gefängnis absitzen, die restlichen 20 Monate werden zur Bewährung ausgeschrieben bei einer Probezeit von zwei Jahren.

Die drei Männer befinden sich bereits seit Monaten im vorzeitigen Strafvollzug. Diese Zeit wird ihnen angerechnet.

Zwei der Täter sind Brüder. Sie waren auch noch wegen anderer Delikte wie Hehlerei oder Diebstahl angeklagt. Auch in diesen Punkten wurden sie - ausser beim Betrug - schuldig gesprochen.

Dank Insiderwissen zum grossen Geld

Das Gericht ist wie der Staatsanwalt davon überzeugt, dass die Frau, die in der C&A-Filiale arbeitete, Insiderwissen beigesteuert hat. Sie sagte ihrem Lebenspartner, an welchem Tag die Wocheneinnahmen zur Abholung bereitgemacht werden und wo sich der Tresorraum befindet.

Zudem nannte sie ihm ein geeignetes Datum für den Raub, an dem aufgrund einer externen Weiterbildung fast kein Personal anwesend war.

Ausserdem gab sie dem Brüderpaar, das den Überfall - laut Richter mit grosser krimineller Energie und kaltblütig - durchführte, den aktuellen Zugangscode für den Personaleingang. Ihr Freund, der das Brüderpaar kannte, trat dabei als Vermittler auf. Die Bande erbeutete so rund 140'000 Franken.

Beschuldigte beteuerten Unschuld

Alle vier Beschuldigten beteuerten am Mittwoch bei der Befragung ihre Unschuld. Sie erklärten, nichts mit der Tat zu tun zu haben. Ihre Verteidiger schlossen sich mit ihren Plädoyers ihren Mandanten an.

Sie bezweifelten, dass die Beschuldigten in irgendeiner Art und Weise am Raubüberfall beteiligt waren und erklärten, dass es weder Beweise noch Hinweise gäbe, die einen solchen Verdacht zuliessen. Sie forderten entsprechend Freisprüche.

SDA/huy

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