Zum Hauptinhalt springen

Defekt zwingt Raddampfer erneut in die Werft

Unplanmässig endete am Montag eine Fahrt des Dampfschiffs «Stadt Rapperswil». In Küsnacht mussten die Passagiere auf ein anderes Schiff umsteigen. An Bord waren ausgerechnet die Aktionäre der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft.

Das Motorschiff «Helvetia» eilt um 18.10 Uhr der still liegenden «Stadt Rapperswil» zur Hilfe und nimmt deren Fahrgäste auf.
Das Motorschiff «Helvetia» eilt um 18.10 Uhr der still liegenden «Stadt Rapperswil» zur Hilfe und nimmt deren Fahrgäste auf.
zvg/Christian R. Schmidt

Das ist doppeltes Pech: Zum einen galt die Extrafahrt den Aktionärinnen und Aktionären der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG). Sie hatten eben erst nach der Generalversammlung das Dampfschiff am Zürcher Bürkliplatz bestiegen.

Zum anderen sollte diese Extrafahrt zeigen, in welch alter Frische sich der 104 Jahre alte Raddampfer nach seiner Reparatur wieder befindet. Die «Stadt Rapperswil» musste nämlich wegen eines Defekts im Drucksystem der Maschine das ganze letzte Jahr in der Werft in Zürich-Wollishofen pausieren.

Das Motorschiff «Helvetia» eilt um 18.10 Uhr der still liegenden «Stadt Rapperswil» zur Hilfe und nimmt deren Fahrgäste auf. Bild: zvg/Christian R. Schmidt.
Das Motorschiff «Helvetia» eilt um 18.10 Uhr der still liegenden «Stadt Rapperswil» zur Hilfe und nimmt deren Fahrgäste auf. Bild: zvg/Christian R. Schmidt.

Zwei Helfer zur Stelle

Kurz nach 17.30 Uhr legte das Dampfschiff in Küsnacht an – und fuhr nicht wieder los, wie Augenzeugen der «Zürichsee-Zeitung» berichteten. Eine halbe Stunde später kam das Motorschiff «Helvetia» zu Hilfe, das sich auf einer regulären Rundfahrt befand. Seitlich mit Prallschutz versehen legte es parallel zur «Stadt Rapperswil» an. Der Grossteil der Passagiere konnte gefahrlos umsteigen. Nach diesem Manöver setzte die Helvetia ihre Fahrt seeaufwärts fort. Später holte das Motorschiff «Albis» die verbliebenen Fahrgäste von der «Stadt Rapperswil» in Küsnacht ab und fuhr zurück nach Zürich.

Das Dampfschiff fuhr eine Stunde später ohne Passagiere aber aus eigener Kraft und mit offensichtlich verstärkter Mannschaft zurück in die Werft in Zürich-Wollishofen. Weder Kantons-, noch Seepolizei oder sonstige andere Einsatzkräfte waren an diesem Vorfall beteiligt.

Conny Hürlimann, Mediensprecherin der ZSG, hat den Vorfall gegenüber der ZSZ am Dienstagvormittag bestätigt. Nach dem Anlegen in Küsnacht habe die Fahrt «wegen eines technischen Defekts» nicht fortgesetzt werden können. Erste Vermutungen deuteten auf einen Fehler im Brenner der Maschine hin. Die Fahrgäste hätten von der Panne erst Notiz genommen, nachdem sich der Halt in die Länge zog. «Wir hoffen, dass es nichts Schlimmes ist und das Dampfschiff bald wieder fährt», sagt Hürlimann. Derzeit untersuchen Spezialisten den Raddampfer in der Wert in Zürich-Wollishofen.

Kurz nach 19 Uhr fährt der Raddampfer aus eigener Kraft Richtung Zürich mit verstärkter Mannschaft aber ohne Passagiere zurück. Bild: zvg/Christian R. Schmidt.
Kurz nach 19 Uhr fährt der Raddampfer aus eigener Kraft Richtung Zürich mit verstärkter Mannschaft aber ohne Passagiere zurück. Bild: zvg/Christian R. Schmidt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch