Rapperswil-Jona

Den Parteien bleibt keine Zeit zum Durchatmen

Voraussichtlich am 12. Februar findet die Ersatzwahl für den Stadtratssitz von Martin Stöckling (FDP) statt, der zum Stadtpräsidenten gewählt wurde. Schon jetzt zeichnet sich ab: Es wird wieder zu einer Kampfwahl kommen.

Sein Stadtratssitz ist schon wieder zu haben: Stadtpräsident Martin Stöckling (rechts) sucht am Wahlsonntag das Gespräch mit Betim Bunjaku.

Sein Stadtratssitz ist schon wieder zu haben: Stadtpräsident Martin Stöckling (rechts) sucht am Wahlsonntag das Gespräch mit Betim Bunjaku. Bild: Moritz Hager

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Am klarsten äussert sich die FDP. «Wir wollen, dass der Stadtratssitz von Martin Stöckling in bürgerlichen Händen bleibt», sagt Interimspräsident Rolf Dürr auf Anfrage. Damit will er jedoch nicht gesagt haben, dass die FDP mit einer eigenen Kandidatur antritt. «Wir haben die klare Erwartung, dass eine Kandidatur aus dem bürgerlichen Lager kommt», präzisiert Dürr. Wie sich die FDP dann verhalte, hänge von dieser Kandidatur ab.

Namen will der FDP-Präsident noch keine nennen. Er selber steht nicht zur Verfügung. Bereits am Wahlsonntag abgesagt hat FDP-Nationalrat Marcel Dobler. SVP-Präsident Kurt Kälin, der Ende September selber in den Stadtrat gewählt wurde, bleibt abwartend. «Es ist nicht so, dass wir jetzt schon sagen: Wir kommen nicht.» Zuerst wolle die SVP aber beobachten, was die anderen Parteien machen.

Ein Gegengewicht setzt CVP-Stadtrat Roland Manhart. Er ist nach der Abwahl von Stadtpräsident Erich Zoller der einzige verbliebene CVPler im Siebnergremium. Seine Partei strebe nicht unbedingt eine eigene Kandidatur an. «Wir können uns auch vorstellen, die SP zu unterstützen.» Diese ist nach der Abwahl ihres einzigen Vertreters Pablo Blöchlinger gar nicht mehr im Stadtrat vertreten.

SP-Präsident Robert Hegi spricht denn auch von einer neuen und einmaligen Situation. Doch auch wenn es jetzt zunächst einmal genaue Abklärungen brauche: «Die SP ist es ihrem Wählerpotenzial schuldig, um diesen Stadtratssitz zu kämpfen.» Unterstützung könnte die Partei diesmal auch von der UGS (unabhängig, grün, sozial) bekommen, der «natürlichen Verbündeten», wie Hegi sie bezeichnet. UGS-Präsidentin Silvia Kündig sagt: «Wichtig ist, dass wir eine Person aus dem links-grünen Lager finden, die kandidieren wird.» Diesbezüglich werde die UGS Gespräche mit der SP führen. Doch auch die Möglichkeit, dass die UGS wieder eine eigene Kandidatur ins Rennen schickt, will Kündig nicht ausschliessen.

Yvonne Suter als Kandidatin?

Namen wollen weder Hegi noch Kündig nennen. Hegi sagt nur: «Eine Frau hätte sicher die grössten Chancen.» Mit der früheren Kantonsrätin Daniela Colombo hätte die SP einen bekannten Namen, der auch im Zusammenhang mit dem Stadtpräsidium genannt wurde. Colombo hat aber entschieden abgesagt. Auch die CVP hat mit Kantonsrätin Yvonne Suter eine prominente Frau in ihren Reihen. Suter will sich noch nicht festlegen, sagt aber auch nicht à priori Nein.

Bleibt noch der parteilose Newcomer Betim Bunjaku, der am Sonntag gut 1500 Stimmen erzielte. Er schliesse eine erneute Kandidatur nicht aus, sagt Bunjaku. Und er könne sich auch vorstellen, sich für die Ersatzwahl einer Partei anzuschliessen. Seit Sonntag hat Bunjaku, der sich selber als wirtschaftsliberal bezeichnet, nach eigenen Angaben bereits mehrere Anfragen bekommen.

Erstellt: 07.11.2016, 17:29 Uhr

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