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Depot der Limmattalbahn auf Kulturland

Das Depot der Limmattalbahn wird auf Kulturland im Dietiker Gebiet «Müsli» erstellt. Der Zürcher Kantonsrat hat ein Richtplaneintrag genehmigt.

Im Gebiet «Müsli» soll das Depot der Limmattalbahn entstehen.
Im Gebiet «Müsli» soll das Depot der Limmattalbahn entstehen.

Das Depot für die Fahrzeuge der Limmattalbahn soll im Dietiker Gebiet «Müsli» auf Kulturland erstellt werden: Der Kantonsrat hat am Montag den entsprechenden Richtplaneintrag mit 100 zu 65 Stimmen genehmigt.

Die Stimmbevölkerung im Kanton Zürich hat Ende 2015 dem Bau der Limmattalbahn bereits zugestimmt. Nun wurde im Zürcher Kantonsrat noch einmal darüber beraten, wo das benötigte Depot erstellt werden soll.

Für Rosmarie Joss (SP, Dietikon) ein unglückliches Vorgehen: Die Standortfrage hätte zu einem früheren Zeitpunkt geführt werden müssen. Der Kredit sei bewilligt, ein alternativer Standort würde zu Mehrkosten führen. Und Felix Hoesch (SP, Zürich) warnte, dass es zu «dramatischen Verzögerungen» käme, würde der Depotstandort nun nicht wie vorgeschlagen festgesetzt.

«Müsli» als beste Lösung

Der Standort im «Müsli» galt für den Regierungsrat nach Abklärungen als beste Lösung. Eine Minderheit des Kantonsrates wollte auf diesen Entscheid nun aber zurückkommen und verlangte, dass eine Alternative gesucht werde.

Zu Kritik Anlass gab insbesondere der Umstand, dass das Areal in der Freihaltezone liegt und dem Depotbau Kulturland geopfert werden müsste. Grüne, SVP und EDU sprachen sich gegen den Standort aus.

Auch bei den anderen Parteien wurde der Standort nicht mit Begeisterung aufgenommen. «Restlos zufrieden ist wohl niemand», fasste Bruno Fenner (BDP, Dübendorf) zusammen. «Wir kritisieren den Standort stark», sagte auch Barbara Schaffner (GLP, Otelfingen). Doch diese Kröte oder dieses Müsli müsse man wohl schlucken. Ein Zurückspringen auf Feld 1 würde den Bau der Bahn zu stark verzögern.

Da der Standort zudem bahntechnische und betriebliche Vorteile aufweise und das Kulturland andernorts kompensiert werde stimmte am Ende eine Mehrheit dem Richtplaneintrag zu.

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