Zum Hauptinhalt springen

Der Ex-Fifa-Mann mit den Antithesen

Die Drahtzieher der WM-Vergaben nach Katar und Russland sitzen in Europa, und Sepp Blatter wird Unrecht getan: Ex-Fifa-Sprecher Walter de Gregorio stellte im Winterthurer Stadtalk verbreitete Ansichten auf den Kopf. Auch dass ihn ein Witz den Job gekostet habe.

PR-Mann ohne Socken: Ex-Fifa-Sprecher Walter de Gregorio brachte seinen legeren Stil und seinen flapsigen Humor in die Coalmine. Auf dem Lederfauteuil angekommen, sagte er: «Da sinkt man ja noch tiefer als die Fifa.»
PR-Mann ohne Socken: Ex-Fifa-Sprecher Walter de Gregorio brachte seinen legeren Stil und seinen flapsigen Humor in die Coalmine. Auf dem Lederfauteuil angekommen, sagte er: «Da sinkt man ja noch tiefer als die Fifa.»
Marc Dahinden

Walter de Gregorio will es wieder wissen: Ein Jahr nach seinem Rücktritt als Pressesprecher der Fifa hat der frühere «Welt­woche»-Journalist unter dem Namen Greg and Grey eine Kommunikationsagentur gegründet. «Greg», das sei ein Übername von früher, verriet der 51-Jährige kürzlich. «Grey» spiele auf seine Haare an und signalisiere «Erfahrung, Weisheit, ­Seriosität». Offen­bar liest de Gregorio keine erotischen Romane. Am Donnerstag war de Gregorio im Stadtalk zu Gast und übte sich dort vor allem im Relativieren. Was er wirklich denkt, blieb einigermassen im Dunkeln, obschon ihn Moderatorin Karin Landolt nicht schonte. Zwei Dinge über diesen Mann, der als Pressechef mitten im Fifa-Skandal stand, wurden aber deutlich: Er ist nie um eine Antwort verlegen, und am liebsten ist ihm die Antithese.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.