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Der Vater der französischen Küche

Paul Bocuse war der berühmteste Koch des Planeten und in der Verquickung von Küche und Kommerz unschlagbar. Nun ist er 91-jährig gestorben

Ein Meister der grossen Gesten: Paul Bocuse, der grosse Koch, war auch ein Bonvivant, ein Womanizer, ein begnadeter Selbstdarsteller.
Ein Meister der grossen Gesten: Paul Bocuse, der grosse Koch, war auch ein Bonvivant, ein Womanizer, ein begnadeter Selbstdarsteller.
Keystone

Es war einer dieser «König der Köche»-Momente: Regungslos sass Bocuse in einem thronähnlichen Sessel auf der Bühne, blütenweiss die Kochjacke, auf dem kahlen Haupt die gestärkte Kochmütze, die Züge zu jener Grand-Chef-Miene erstarrt, wie man sie von vielen Fotos kennt. Am Fuss der Bühne standen Dutzende von Spitzenköchen aus aller Welt, allesamt zwei- bis dreifach besternt, geduldig Schlange, um sich mit dem Mann ablichten zu lassen, der schon zu Lebzeiten zum Denkmal geworden war. Das war vor ein paar Jahren in seinem Zweitlokal L’Abbaye de Collonges bei Lyon.

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