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Die Hölle hinter dem Magnolienbaum

Kurt Treichler war vier Jahre alt, als er 1945 in das Richterswiler Waisenhaus kam. Erst zehn Jahre später konnte er den Ort verlassen. Der ZSZ erzählt er, was es bedeutet, als Kind Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen zu werden.

Im Richterswiler Waisenhaus an der Seestrasse wurden früher im Zuge der Schweizer Sozialpolitik 304 Mädchen und Buben versorgt.
Im Richterswiler Waisenhaus an der Seestrasse wurden früher im Zuge der Schweizer Sozialpolitik 304 Mädchen und Buben versorgt.
Sabine Rock

Ein durchzogener Apriltag: Auf dem See kräuseln sich die Wellen, die Glarner Alpen scheinen glasig, ein biesiger Wind zieht durch die Kleider der Spazierenden. Kurt Treichler geht mit forschem Schritt dem Seeweg entlang. Seinen 78 Jahren zum Trotz läuft er, durchschnittlich 100 Kilometer im Monat. Bei ihm zu Hause in Zürich, im Oberland oder wie heute dem See entlang. Doch die Strecke zwischen Wädenswil und Richterswil ist besonders. Seeaufwärts, kurz nach der Ortsgrenze erscheint auf der Höhe des Mülenen-Areals das ehemalige Richterswiler Waisenhaus.

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