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Die Zeit der hellen Nächte

Im Juni lohnt sich das Studieren der Planeten ganz besonders. Gleich drei helle Planeten präsentieren sich in ihrer vollen Schönheit.

Der Planet Mars mit der sichtbaren, vereisten Polkalotte (oben).
Der Planet Mars mit der sichtbaren, vereisten Polkalotte (oben).
Nasa/Hubble

Für Sternfreundinnen und -freunde beginnt jetzt die härteste Zeit des Jahres: Am 21. Juni steht die Sonne um 0.34 Uhr im nördlichsten Punkt ihrer Jahresbahn, der heute an der Grenze zwischen den Sternbildern Zwillinge und Stier liegt. Der Wendekreis des Krebses hat sich also mit der Pendelbewegung der Erdachse, der sogenannten Präzession, im Laufe der letzten Jahrhunderte massiv nach Westen verlagert. In unserer Gegend geht die Sonne am längsten Tag des Jahres um 5.29 Uhr auf und sinkt erst wieder um 21.27 Uhr im Nordwesten unter die Horizontlinie. Der riesige Tagbogen hievt die Sonnenscheibe bis zur Kulmination um 13.28 Uhr in fast 66 Grad Höhe über den Südpunkt.

Der Zufall will es, dass in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni auch die kürzeste Vollmondnacht des Jahres stattfindet. Die voll ­beleuchtete Nachtpfunzel macht aber nur einen müden Hopser, der sie um 1.02 Uhr gerade mal23 Grad über den Südpunkt hebt.

Wer sich im Juni den Planeten und Sternen widmen möchte, muss sich bis kurz vor Mitternacht gedulden. Gleich drei helle Planeten belohnen dann allerdings die Sternfreunde: Jupiter leuchtet unübersehbar aus dem Südwesten. Der ähnlich helle, aber deutlich rot gefärbte Mars durchschreitet im Süden eben den Kulminationspunkt.

Hallo, liebe Sommersterne

In mondscheinlosen Nächten zeigt sich nun der Sternenhimmel in schönstem Sommerglanz. Das hochsommerliche Sternendreieck mit den Ecksternen Wega (Sternbild Leier), Deneb (Schwan) und Atair (Adler) hat am Osthimmel schon eine beachtliche Höhe erreicht. Und auch die hier sichtbare Milchstrasse, die sich im Süden in den Formationen Skorpion und Schütze verliert, zeigt sich in mondscheinlosen Nächten sehr markant. Schon ein kleines optisches Gerät, zum Beispiel ein Feldstecher, löst in diesem Sternenband Einzelsterne, Sternhaufen und an gewissen Stellen vor allem im Süden sogar Gasnebel aus der Dunkelheit. Doch wer hier einen ausgedehnten Streifzug unternehmen möchte, reserviert sich wohl besser einige der dann schon wieder etwas längeren Nächte in den ja recht nahen Sommerferien.

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