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Dietiker Bluttat: Radikalisierte sich Ilir B. in An'Nur-Moschee?

Laut seinem Schwager wurde Ilir B. zusehends «religiöser und fanatischer». Das Paar lebte in Winterthur, bevor es zum Bruch kam.

Das brutale Tötungsdelikt in Dietikon wird auch mit der berüchtigten An'Nur Moschee in Winterthur in Verbindung gebracht.
Das brutale Tötungsdelikt in Dietikon wird auch mit der berüchtigten An'Nur Moschee in Winterthur in Verbindung gebracht.

Ein 37-jähriger Mann hat am Montag in Dietikon seine Frau mit einer Stichwaffe getötet. Er wurde später im Kanton St. Gallen verhaftet. Jetzt ist klar: Es handelt sich um Ilir B. aus Winterthur. Das mazedonische Ehepaar lebte in einem alten Mehrfamilienhaus an einer Hauptstrasse in Oberwinterthur, bevor es zur Trennung kam.

Wie der «Blick» berichtet, war im Umfeld des Paares bekannt, dass B. seine Frau misshandelte. Ein Bekannter sagt: «Sie hat ihm mehrere Chancen gegeben, aber sie hielt es mit ihm nicht mehr aus.» In der Familie erzählte man sich ausserdem, dass B. in den letzten Jahren zusehends religiös und fanatisch geworden ist, so dessen Schwager. Ein vom «Blick» veröffentlichtes Foto zeigt denn auch, wie B. in der berüchtigten An'Nur-Moschee in Hegi posierte.

Weisse Gewänder und Vollbart

Eine Frau, die in Winterthur neben der Familie gewohnt hat, sagte zu «20 Minuten», dass die Familie sehr religiös war. «Er hatte dauernd weisse Gewänder an und trug einen Vollbart.» Eines der Kinder habe schon sehr früh Kopftuch getragen.

Davor lebte Ilir B. in Turbenthal. Dort kennen ihn die Behörden, weil er eine Firma auf seinen Namen überschreiben und danach pleite gehen liess. Diesen Vorgang wiederholte er später in Effretikon und Winterthur.

Frau lehnte Beratung ab

Der Beschuldigte wurde gemäss Polizeiangaben bereits einmal, im Februar 2018, wegen häuslicher Gewalt und Drohung gegen seine Frau aktenkundig. Der Mann wurde verhaftet und mit einem Kontakt- und Rayonverbot belegt.

Nach Verstössen gegen diese Massnahme Mitte November nahm sich der Gewaltschutz der Kantonspolizei Zürich der Sache an. Die Frau lehnte jedoch zweimal eine Einladung zum Gespräch mit den Fachleuten ab.

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