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Ein Kämpfer oder ein Unbelehrbarer?

Ein Winterthurer Taxifahrer hat gegen einige Vorschriften verstossen. Nichts Gravierendes, eigentlich lauter Lappalien, doch seine Sturheit vor Gericht wird ihn über 2000 Franken kosten.

Ein Taxifahrer stand vor Gericht, unter anderem weil er am falschen Ort gewartet und seinen Führerausweis nicht dabei hatte.
Ein Taxifahrer stand vor Gericht, unter anderem weil er am falschen Ort gewartet und seinen Führerausweis nicht dabei hatte.
Marc Dahinden

Die Einzelrichterin versucht es am Anfang der Verhandlung und noch einmal vor der Urteilsberatung: «Wollen Sie nicht einfach die Busse des Stadtrichteramts akzeptieren und Ihre Einsprache zurückziehen?» Nein, das will er nicht. Obschon er weiss, dass er höchstwahrscheinlich verurteilt werden wird und jetzt noch die Chance hätte, viel Geld zu sparen – mehr als er in einem Monat verdient. Doch er findet, er habe nichts Unrechtes getan, nichts, wofür er gebüsst werden müsste. Deshalb willigt er nicht ein ins gut gemeinte Angebot der Richterin. Also wird sie das Urteil fällen, ein Urteil, das ihn nur in dem bestätigt, was er eh schon zu wissen glaubt: «Dieses Rechtssystem funktioniert nicht, wie es sollte.»

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