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Enkeltrickbetrüger ergaunern über 100'000 Franken

Eine Winterthurer Seniorin wollte ihrer Schwiegertochter aus einer Notsituation helfen – und übergab an Enkeltrickbetrüger 105'000 Franken. Die Polizei mahnt zur Vorsicht.

Die Polizei rät, kein Bargeld an vermeintliche Verwandte via Boten auszuhändigen: Eine Seniorin hebt Geld am Automaten ab.
Die Polizei rät, kein Bargeld an vermeintliche Verwandte via Boten auszuhändigen: Eine Seniorin hebt Geld am Automaten ab.
Keystone

Ein Enkeltrickbetrüger-Duo hat eine 74-jährige Winterthurerin um über 100'000 Franken geprellt. Wie die Kantonspolizei Zürich in ihrer Mitteilung schreibt, rief eine unbekannte Frau bei der Rentnerin auf dem Festnetzanschluss an und täuschte vor, ihre Schwiegertochter zu sein.

Sie sei in einer finanziellen Notlage, gab die Täterin vor. Um diese zu tilgen, benötige sie dringend Bargeld, ansonsten drohe ihr eine hohe Busse. Bei der Schilderung ihrer Situation habe die Täterin mehrfach an das grosse Herz der Seniorin appelliert.

Dunkelhäutiger Mann nahm Geld entgegen

Als die 74-Jährige erwiderte, sie könne lediglich einen Betrag von 40'000 Franken abheben, bat die Täterin eindringlich nach mehr Geld und machte abermals auf ihren Notstand aufmerksam. Dies veranlasste die Rentnerin schliesslich, bei ihrer Hausbank 40'000 Franken abzuheben und bei einem anderen Geldinstitut 65'000 Franken zu beziehen. Zweifel an der Geschichte habe sie keine gehegt, sagte die Frau später gegenüber der Polizei.

Als die Rentnerin zu Hause ankam, trat ein dunkelhäutiger Bote aus einer Hecke heraus und teilte der Frau mit, dass er das Geld für die Schwiegertochter entgegennehmen werde. Die Winterthurerin händigte dem Unbekannten daraufhin die 105'000 Franken aus – und der Mann verschwand spurlos.

In ihrer Mitteilung appelliert die Polizei nochmals, man solle am Telefon nicht raten, wer der Anrufer sei, auch bei vermeintlich vertraut klingende Stimmen sollen sich selbst zu erkennen geben. Zudem sollte man misstrauisch werden, wenn die Personen hohe Bargeldbeträge fordern und spätestens, wenn ein «Bekannter» die Geldsumme abhole, solle man den Notruf wählen.

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