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«Erdogan profitiert nur kurzfristig»

Der in Winterthur wohnhafte türkisch-kurdische Schriftsteller Yusuf Yesilöz zeigt sich über die Ereignisse in der Türkei geschockt. Er sieht Türken und Kurden von einer friedlichen Gesellschaft wieder weiter entfernt als vor dem Putschversuch.

Auch in Zürich versammelten sich über 200 Erdogan-Anhänger vor dem türkischen Generalkonsulat, um nach dem gescheiterten Putschversuch in der ­Türkei ihrer Unterstützung für den demokratisch gewählten Präsidenten Ausdruck zu verleihen.
Auch in Zürich versammelten sich über 200 Erdogan-Anhänger vor dem türkischen Generalkonsulat, um nach dem gescheiterten Putschversuch in der ­Türkei ihrer Unterstützung für den demokratisch gewählten Präsidenten Ausdruck zu verleihen.
Keystone

Was haben Sie als Erstes gedacht (und gemacht), als Sie am Samstagmorgen von den Nachrichten aus der Türkei erreicht wurden?Yusuf Yesilöz:Ich musste zweimal die Überschrift der Schweizer Zeitungen lesen, um es überhaupt realisieren zu können, was passiert ist. Es war unglaublich, zu lesen, dass Kampfflugzeuge der türkischen Armee das nationale Parlament in Ankara bombardiert haben oder den grössten Flughafen des Landes in Istanbul. Ich muss zugeben, dass diese Dimension mich geschockt hat.

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