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Erstmals mehr digitale Tickets als Schalterverkäufe

Erstmals sind auf dem Netz des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) mehr Billette über digitale Kanäle gekauft worden als am Schalter. Der Verkauf über Smartphones oder die Website stieg im vergangenen Jahr um über 40 Prozent.

Zürichs öffentlicher Verkehr kommt im neuen Zeitalter an: Erstmals wurden auf dem Netz der ZVV mehr digitale Tickets als Schalter-Tickets verkauft.
Zürichs öffentlicher Verkehr kommt im neuen Zeitalter an: Erstmals wurden auf dem Netz der ZVV mehr digitale Tickets als Schalter-Tickets verkauft.
Symbolbild, Keystone

Nur noch 11,4 Prozent aller Billette wurden im vergangenen Jahr an einem Schalter gelöst, wie aus dem am Dienstag publizierten Geschäftsbericht hervorgeht. Gleichzeitig legte der digitale Verkauf deutlich zu: Bereits 16,6 Prozent der Tickets werden über die App, die Website oder per SMS (Nachtzuschlag) gekauft.

Damit überholten die digitalen Kanäle erstmals den Schalterverkauf. Diese Entwicklung zeige, wie sich die Kundenbedürfnisse änderten, hiess es beim ZVV auf Anfrage. Man werde aber an einer Grundversorgung an Verkaufsstellen festhalten. Dazu sei der ZVV vom Kanton Zürich auch verpflichtet.

Am Ticket-Automaten kommen momentan aber auch die digitalen Kanäle noch nicht vorbei: 62,7 Prozent der Billette wurden 2016 auf diese Weise gelöst. Die restlichen Tickets wurden bei Buschauffeuren (8,7 Prozent) und über das Call Center (0,6 Prozent) erworben, wobei dort vor allem Mehrfahrtenkarten bestellt werden.

638 Millionen Passagiere

Insgesamt transportierte der ZVV im vergangenen Jahr über 638 Millionen Passagiere mit Zug, Tram, Bus, Schiff und Luftseilbahn. Das sind neun Millionen mehr als 2015.

Den stärksten Zuwachs verbuchten die Regionalbuslinien. Ihr Passagier-Wachstum lag bei sechs Prozent. Die Zürcher S-Bahn zählte vier Prozent mehr Fahrgäste als 2015. Dies entspricht 193 Millionen zusätzlichen Passagieren. Sehr viel enger wurde es im ÖV deshalb aber nicht, denn auch das Angebot wurde entsprechend ausgebaut.

Mit dem Fahrplanwechsel vom Dezember 2015 erlebte der ZVV «den grössten Angebotsausbau seiner Geschichte», wie es in einer Mitteilung heisst. Dennoch sei der Aufwand um lediglich 0,9 Prozent von 968,8 auf 977,4 Millionen Franken gestiegen. Gleichzeitig konnten die Einnahmen gesteigert werden, was das Defizit etwas kleiner werden liess. Es beträgt allerdings immer noch stattliche 341,6 Millionen Franken. Im Jahr 2015 lag es noch bei 345,7 Millionen Franken. Der Kostendeckungsgrad des ZVV blieb mit 65 Prozent stabil.

SDA/past

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