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«Extremer Verzicht ist lustfeindlich»

Rolf Hiltl hat sich nicht eingehend mit den Ökobilanzen aller Lebensmittel befasst, die bei ihm serviert werden. Doch das Problem sei erkannt.

Herr Hiltl, ab nächstem Montag gibt es für zwei Wochen keine Speisen mit Avocado mehr in den Lokalen der Hiltl AG. Kommt das gut?

Noch vor einem Jahr haben Sie die Avocado auf Ihrem Menü verteidigt. Was ist passiert?

Die Avocado-Aktion ist also mehr als PR?

Haben die Gäste auch ein Wörtchen mitzureden, wenn Sie ein Produkt aus dem Restaurant verbannen?

Nerven Sie da nicht manchmal die neusten Ernährungsspleens von hipsterigen Städtern? Gibt es Trends, die Sie nicht mitmachen?

«Unsere Mission ist es, die Gäste zu begeistern, und nicht, möglichst ökologisch zu sein.»

Rolf Hiltl, Gastronom und Clubbesitzer

Wie sieht es denn aus mit Tofu oder Nüssen? Für die Herstellung von einem Kilogramm Soja braucht es ähnlich viel Wasser wie für ein Kilogramm Avocados, bei Nüssen braucht es gar mehr als doppelt so viel Wasser. Beides gibt es bei Ihnen zu essen.

Das erstaunt mich ein wenig, dass Sie sich nicht eingehend damit befasst haben, wie umweltverträglich Ihre Speisen sind.

Wie wählen Sie denn aus, was aus dem Menü rausfliegt?

Da läuten bei mir gleich alle Alarmglocken. Ausbeutung nordafrikanischer Erntehelfer. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Essen fair ist?

Wo liegt denn ihre persönliche Grenze – worauf verzichten Sie, was gönnen Sie sich trotzdem?