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FDP schickt Michael Baumer ins Rennen um Zürcher Stadtratssitz

Die FDP der Stadt Zürich schickt den Gemeinderat Michael Baumer ins Rennen um einen Stadtratssitz. Die Delegierten haben den IT-Unternehmer am Dienstag mit 62 Stimmen nominiert. Seine Konkurrentin, Nationalrätin Doris Fiala, holte nur 52 Stimmen.

Michael Baumer wird von der FDP ins Rennen um einen Zürcher Stadtratssitz geschickt – Doris Fiala geht leer aus.
Michael Baumer wird von der FDP ins Rennen um einen Zürcher Stadtratssitz geschickt – Doris Fiala geht leer aus.
Keystone

In seiner Rede versprach der 43-Jährige, sich als Stadtrat gegen Überregulierung und Bevormundung einzusetzen. «Beides nimmt in unserer Stadt überhand.» Rot-Grün verwalte die Stadt nur, sie kontrolliere und büsse. Er aber werde alles daran setzen, dass die bürgerliche Idee von Freiheit spürbar bleibe.

Die unterlegene Fiala zeigte sich als gute Verliererin. «Ich habe mein Ziel verfehlt, klar. Aber die FDP Stadtpartei wird meine Heimat bleiben.» Die Niederlage dürfte für Fiala bitter sein, denn es war nicht ihr erster Anlauf auf einen Stadtratssitz. Bereits 2001 unterlag sie in einer parteiinternen Ausmarchung, damals noch gegen Andres Türler, den sie jetzt beerben wollte.

Ob die FDP versuchen wird, die heutige Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) abzulösen, wird der Parteiausschuss entscheiden. Dazu will er noch warten, bis die anderen Parteien ihre Kandidaten nominiert haben. Als Kandidat käme nur Filippo Leutenegger in Frage.

Für längere Diskussionen sorgte die Anzahl Kandidaten. Mehrere Delegierte waren der Meinung, dass man besser Baumer und Fiala nominiere, statt «eines dieser guten Pferde im Stall zu lassen». Eine Mehrheit folgte dann aber dem Vorstand, der neben Stadtrat Leutenegger nur einen neuen Kandidaten wollte.

Mehr FDP-Kandidaten hätten das geplante bürgerliche Fünfer-Päckli mit SVP und CVP in Frage gestellt - und diese Parteien verärgert. Vor allem die Zusammenarbeit mit der SVP hätte wohl gelitten. Das Päckli sieht vor, mit zwei SVP-, zwei FDP- und einem CVP-Kandidaten in den Wahlkampf zu gehen und so die rot-grüne Mehrheit zu kippen.

GLP nominiert Andreas Hauri

Auch die Grünliberalen nominierten am Dienstag einen Kandidaten für die Stadtratswahlen: Sie wollen mit dem 50-jährigen Kantonsrat Andreas Hauri einen Sitz erobern. Die GLP-Mitglieder haben ihn einstimmig nominiert, wie die Partei per Twitter mitteilte.

Der Geschäftsführer ist nach Ansicht der GLP der ideale Kandidat: Er habe jahrelange Führungserfahrung und Erfahrung als Gemeinderat und Kantonsrat. Für die GLP wäre es der erste Sitz im Zürcher Stadtrat.

Zwei Sitze werden neu besetzt

In der Stadtregierung müssen im März 2018 zwei von neun Sitzen neu besetzt werden. Schul- und Sportvorsteher Gerold Lauber (CVP) und der Vorsteher der Industriellen Betriebe, Andreas Türler (FDP), gaben ihren Verzicht auf eine weitere Amtszeit bekannt.

Die sieben anderen Stadträtinnen und Stadträte wollen noch einmal antreten. Im neunköpfigen Stadtrat sitzen aktuell vier Mitglieder der SP, zwei der FDP und je ein Mitglied der AL, der Grünen und der CVP.

Die SVP wird voraussichtlich Susanne Brunner und Roger Bartholdi ins Rennen schicken. Die Delegierten nominieren die SVP-Kandidierenden am 4. Juli. Die CVP wiederum stellt entweder Nicole Barandun oder Markus Hungerbühler auf. Auch diese Partei entscheidet am 4. Juli.

Die dritte Partei, die diesen Tag für ihre Versammlung wählte, sind die Grünen, die den verlorenen Sitz von Ruth Genner zurückerobern wollen. Als zweiter Kandidat neben dem bisherigen Stadtrat Daniel Leupi dürfte entweder Nationalrat Bastien Girod oder Gemeinderätin Karin Rykart Sutter nominiert werden.

(SDA)

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