Zürich

Formel-E-Rennen: Stromverbrauch eines 4-Personen-Haushaltes

Um die Batterien der Formel-E-Boliden während eines Rennwochenendes zu laden, braucht es in etwa so viel Strom, wie ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt im Jahr verbraucht: Mit den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft sei dies durchaus vereinbar, hält der Zürcher Stadtrat fest.

Formel-E Rennwagen mit Sebastien Buemi am Steuer auf der Weinbergstrasse in Zürich.

Formel-E Rennwagen mit Sebastien Buemi am Steuer auf der Weinbergstrasse in Zürich. Bild: Keystone

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Gemäss einer grob vereinfachten Modellrechnung des Stadtrates dürften die 20 Fahrzeuge insgesamt 3240 Kilowattstunden benötigen, um am 10. Juni am Zürcher Seebecken den «Zurich E-Prix 2018» auszutragen: Für die Trainings, das Qualifying und das Rennen müssen die Batterien demnach je einmal geladen werden.

Ob dieser Grossanlass angesichts des Stromverbrauchs und der Belastung für das Quartier überhaupt tragbar sei, hatten zwei Gemeinderäte der Grünen den Stadtrat angefragt. Dieser spricht sich in einer am Donnerstag veröffentlichen Antwort für den Anlass aus. Denn unbestritten sei, dass die E-Mobilität - sofern mit erneuerbarem Strom gespiesen - beim Ersatz der heute noch vorherrschenden fossilen individuellen Mobilität einen wichtigen Beitrag zu den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft leisten könne, hält er fest. Das Ziel des Events sei es, die Aufmerksamkeit auf die Leistungsfähigkeit und Alltagstauglichkeit der E-Mobilität zu richten. «Damit soll der Umstieg breiter Kreise auf die E-Mobilität unterstützt werden.» Ein solcher Anlass stehe «im Einklang mit den verkehrspolitischen Zielsetzungen».

So quartierverträglich wie möglich

Der Stadtrat steht der Durchführung eines Formel-E-Rennens auch bezüglich Standort positiv gegenüber, schreibt er weiter. Die von den Grünen kritisieren Einschränkungen beim öffentlichen Verkehr und dem Individualverkehr stuft er als verantwortbar ein. Zumal Auflagen sicherstellen würden, dass der Anlass möglichst quartierverträglich durchgeführt werde.

Schliesslich weist der Stadtrat darauf hin, dass die erteilte Bewilligung nur für diese erste Austragung im Juni 2018 gelte. «Bevor den Organisierenden eine Wiederholung in Aussicht gestellt werden kann, wird der Anlass ausgewertet.» Dabei würden auch die Quartierbelastung und die Rückmeldungen aus der direktbetroffenen Bevölkerung berücksichtigt. (pst/sda)

Erstellt: 17.05.2018, 15:53 Uhr

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