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Gesundheit der Zürcher Bevölkerung unter Beobachtung

Rund 20'000 Zürcher werden während 25 Jahren über ihre Gesundheit und Lebensstil untersucht. Mit diesen Daten soll im Gesundheitswesen besser geplant werden.

Wie gesund ist die Zürcher Bevölkerung? Darüber soll eine Studie Aufschluss geben.
Wie gesund ist die Zürcher Bevölkerung? Darüber soll eine Studie Aufschluss geben.

Eine gross angelegte Beobachtung der Zürcher Bevölkerung soll Grundlagen für die künftige Planung des Gesundheitswesens bieten. Rund 20'000 Personen liefern über einen Zeitraum von 25 Jahren Daten über ihren Gesundheitszustand und Lebensstil. Der Regierungsrat verspricht sich aus dem Projekt «HoPP Zürich» wichtige Erkenntnisse.

Um den Aufbau und die ersten zehn Jahre des Projekts zu finanzieren, beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat einen Beitrag von 20 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds, wie er am Donnerstag mitteilte.

Aufgebaut und geleitet wird «HoPP Zürich» (Health of Population Project Zurich) vom Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention (EBPI) der Universität Zürich. Dieses hat bereits breite Erfahrung mit derartigen Projekten, etwa dem Krebsregister der Kantone Zürich und Zug, sowie dem nationalen Herzinfarktregister.

In der Schweiz werden seit längerer Zeit Daten zum Gesundheitszustand der Bevölkerung erhoben. Diese zeigten aber in der Regel nur einen Zeitpunkt, nicht aber den Verlauf von Krankheiten oder Versorgungsabläufen, schreibt der Regierungsrat. Auch seien kaum Daten zum ambulanten Bereich oder zu Gesundheitskompetenz und Prävention vorhanden.

Diese Lücke soll mit der Zürcher Gesundheitsplattform geschlossen werden. Dafür sollen Gesundheitszustand und -kompetenz sowie der Lebensstil von einer Gruppe von Personen erfasst und regelmässig über mehrere Jahre - idealerweise Jahrzehnte - auf Veränderungen beobachtet werden.

Informationen über Bewegung und Ernährung

Um statistisch aussagekräftige Daten für alle Regionen des Kantons zu erhalten, braucht es gemäss Gesundheitsdirektion rund 20'000 beteiligte Personen. Auch Bewegung und Ernährung der Befragten sollen in die Untersuchung miteinbezogen werden. Zudem sind für die grössten fremdsprachigen Bevölkerungsgruppen Übersetzungen geplant.

Ziel des Projektes ist es, das Zürcher Gesundheitswesen «patientenorientiert, zukunftsgerichtet, transparent und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen» zu gestalten, wie der Regierungsrat schreibt. Auch soll dadurch der Einsatz von personellen, finanziellen und strukturellen Ressourcen besser planbar werden.

«HoPP Zürich» soll aber auch als Schnittstelle dienen, wo sich Bevölkerung, Gesundheitsfachleute, Verwaltung aber auch Arbeitgeber oder soziale Institutionen austauschen können. Immer gewährleistet sein müsse aber die strikte Einhaltung des Datenschutzes, betont der Regierungsrat.

Die geschätzten Kosten für die ersten zehn Jahre der Gesundheitsplattform belaufen sich auf rund 31 Millionen Franken. Aus dem Lotteriefonds soll das Projekt 20 Millionen Franken erhalten. Nach Ablauf dieser Unterstützung muss «HoPP Zürich» durch andere Mittel weiter finanziert werden.

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