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Gewitter bringt Segler in Not und sorgt für Steinschlag

Wegen des Gewitters vom Mittwochabend hatten die Seerettungsdienste alle Hände voll zu tun. Vor Herrliberg geriet ein Segler in Not. In Amden beschädigte Steinschlag ein Auto.

Der Seerettungsdienst Horgen musste am Mittwochabend diesen Segler vor Herrliberg retten.
Der Seerettungsdienst Horgen musste am Mittwochabend diesen Segler vor Herrliberg retten.
Moritz Hager
Der Gewittersturm hatte das Segel zerfetzt. Der Segler bliebt unverletzt.
Der Gewittersturm hatte das Segel zerfetzt. Der Segler bliebt unverletzt.
Moritz Hager
Auf der schmalen Strasse am Walensee kommt es bei starken Regenfällen immer wieder zu Steinschlag.
Auf der schmalen Strasse am Walensee kommt es bei starken Regenfällen immer wieder zu Steinschlag.
Kantonspolizei St. Gallen
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Eine kräftige Gewitterzelle hat am Mittwochabend Polizei, Feuerwehr und Seerettungsdienste in der Zürichseeregion und im Linthgebiet auf Trab gehalten. Etwa um 18.30 Uhr kamen im Vorfeld eines mächtigen Gewitterclusters – ein Zusammenschluss mehrerer Gewitterzellen – heftige Windböen auf. Diese erreichten direkt am Seeufer gemäss den Messdaten der Wetterdienste Sturmstärke. Die stärkste Windböe wurde mit 92 km/h in Schmerikon gemessen.

Vor allem die Seerettungsdienste bekamen wegen des Sturms Arbeit. Einem Segler vor Herrliberg wurde durch die Böen das Segel zerfetzt. Er musste vom Seerettungsdienst Horgen gerettet werden. «Wir haben das Boot gesichert und es wieder in den Heimathafen in Horgen gebracht», sagt Stefan Eschenmoser, Obmann des Seerettungsdienstes Horgen auf Anfrage. Der Segler blieb unverletzt.

Losgerissene und mit Wasser vollgelaufene Boote

Vor allem am rechten Zürichseeufer wurden wegen des starken Wellengangs gleich an mehreren Stellen verankerte Boote beschädigt oder sogar losgerissen.

Die Seerettungsdienste mussten auf dem See treibende Boote regelrecht wieder «einfangen». Ein Beispiel: Bei der Insel Lützelau sicherte der Seerettungsdienst Wädenswil ein herrenlos im Wasser schaukelndes Boot am Ufer. Das Boot wurde dann am Donnerstag unter ruhigeren Bedingungen geborgen. Verletzte Personen oder gravierende Schäden gab es aber nicht. «Es waren keine dramatischen Einsätze», sagt Luzius Klemm, Obmann des Wädenswiler Seerettungsdienstes.

Kaum Probleme machte der Sturm am linken Zürichseeufer. Das ist aber wenig überraschend. Bei derartigen Gewittern, die aus der Zentralschweiz heraus über den See ziehen, drücken die Sturmwinde aus südlicher Richtung. Das führt dazu, dass primär am rechten Seeufer kräftiger Wellengang entsteht. Diese Wellen krachen dann mit ordentlicher Kraft gegen das Ufer. «Vor allem kleinere, am Ufer verankerte Boote können dem dann nicht standhalten, laufen mit Wasser voll oder werden weggerissen», sagt Stefan Eschenmoser.

In Situationen wie am Mittwochabend sei daher weniger die Stärke des Windes als vielmehr die Windrichtung das Problem. Normalerweise kommen sommerliche Gewitterböen am See eher aus Richtung Westen – der Druck des Windes auf das rechte Seeufer ist dann weniger massiv und die Wellen am Ufer sind weniger hoch.

Steinschlag auf Auto in Amden

Probleme bereitete der Gewittersturm auch im St. Galler Linthgebiet. Auf der Betliserstrasse in Amden prasselten wegen des starken Regens Steine auf die schmale Fahrbahn. Ein Audi-Fahrer, der gerade zu diesem Zeitpunkt vorbei fuhr, hatte Pech. Ein Stein zerschlug ihm die Windschutzscheibe des Autos.

Wie Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen mitteilt, fuhr der Lenker dann noch über einen grösseren Steinblock und blieb stecken. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf etwa 1500 Franken. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

An der Säntisstrasse in Rapperswil-Jona wurden zudem Baustellen-Abschrankungen weggewindet. Noch heftiger war der Sturm Richtung Toggenburg: Dort gab es mehrere Meldungen über umgestürzte Bäume und mit Wasser vollgelaufene Keller.

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