Zum Hauptinhalt springen

Giftige Tiere leben länger

Für viele Tiere bedeutet Gift den sicheren Tod, andere erhöhen mit seinem Einsatz ihre Überlebenschancen. Dabei zeigen sich die giftigen Tiere sehr kreativ - auch im Zoo Zürich.

Die Zähne der giftigen Krustenechse sind leicht nach hinten gekrümmt und dienen als Fangzähne. Die Zähne des Unterkiefers haben auf beiden Seiten nach oben gerichtete Furchen, worin sich das Gift aus den Unterlippendrüsen sammelt und so in die Bisswunde der Opfer gepresst und heftig hineingekaut wird. Bisse bei Menschen erzeugen Symptome wie starke Schmerzen, Schwellungen, Übelkeit und Erbrechen, Bluthochdruck und starke Wundinfektionen.
Die Zähne der giftigen Krustenechse sind leicht nach hinten gekrümmt und dienen als Fangzähne. Die Zähne des Unterkiefers haben auf beiden Seiten nach oben gerichtete Furchen, worin sich das Gift aus den Unterlippendrüsen sammelt und so in die Bisswunde der Opfer gepresst und heftig hineingekaut wird. Bisse bei Menschen erzeugen Symptome wie starke Schmerzen, Schwellungen, Übelkeit und Erbrechen, Bluthochdruck und starke Wundinfektionen.
Zoo Zürich
Er sondert über Hautdrüsen Gifte ab, die vor Pilz- und Bakterienbefall schützen. Darüber hinaus schützt das Gift vor Fressfeinden, die auch schon durch die leuchtenden Farben des Frosches abgeschreckt werden. Er wird aufgrund dieser Eigenschaft zu den Pfeilgiftfröschen gezählt.
Er sondert über Hautdrüsen Gifte ab, die vor Pilz- und Bakterienbefall schützen. Darüber hinaus schützt das Gift vor Fressfeinden, die auch schon durch die leuchtenden Farben des Frosches abgeschreckt werden. Er wird aufgrund dieser Eigenschaft zu den Pfeilgiftfröschen gezählt.
Zoo Zürich
Die Stacheln sind mit giftproduzierenden Drüsen ausgestattet. Diese sind mit einer dünnen Haut umgeben. Sticht ein Stachel in einen Körper, platzt die Haut auf und der Fisch entlässt das Gift in die Wunde. Das Gift verursacht beim Menschen starke Muskelzuckungen und ist sehr schmerzhaft, aber in der Regel nicht tödlich.
Die Stacheln sind mit giftproduzierenden Drüsen ausgestattet. Diese sind mit einer dünnen Haut umgeben. Sticht ein Stachel in einen Körper, platzt die Haut auf und der Fisch entlässt das Gift in die Wunde. Das Gift verursacht beim Menschen starke Muskelzuckungen und ist sehr schmerzhaft, aber in der Regel nicht tödlich.
Zoo Zürich
1 / 5

«Gift eilt zwar der Ruf von Gefährlichkeit voraus. Gleichzeitig ist sein Einsatz aber auch wichtig fürs Überleben», sagte Zoo-Kurator Robert Zingg am Mittwoch. Biologisch gesehen sei Gift daher eine Gabe und nicht etwas Böses.

Der Einsatz von Gift dient vielen Zwecken. Die Tiere setzen es ein, um sich zu verteidigen, um bei der Jagd auf Beutetiere Vorteile zu haben oder um Fressfeinde abzuwehren. Es gibt beispielsweise Vögel, die Giftstoffe in ihren Federn oder im Gewebe tragen. So sind sie für andere ungeniessbar.

Einige Tiere benutzen Gifte aber auch, um ihren Körper gesund zu halten: Amphibien haben eine dünne Haut und bevorzugen feuchte Umgebungen. Sie sind damit anfällig für Pilzbefall. Damit das nicht passiere, scheiden die Hautdrüsen Gifte aus, erklärte Zingg.

Das gilt nicht nur für Amphibien aus exotischen Ländern, auch die einheimischen sind laut Zingg giftig. «Das Küssen eines Froschs auf der Suche nach einem Prinzen ist also nicht ganz ungefährlich.»

Verschiedene Vertreter im Zoo Zürich

Im Zoo Zürich finden sich verschiedene Tiere, die Giftstoffe einsetzen. Dazu gehören unter anderem der Rotfeuerfisch, Pfeilgiftfrösche oder die Skorpion-Krustenechse. Ein weiteres eindrückliches Beispiel sind die zwei Seitenwinder-Klapperschlangen im Exotarium. Sie üben eine grosse Faszination auf die Zoo-Besucher aus, die ihre Nasen an der Terrariumscheibe fast platt drücken.

Dabei sind es vor allem Schlangen, die bei Menschen nicht selten Angst oder Panik auslösen. Der Zoo-Kurator versucht zu beruhigen: «Wenn eine Schlange giftig ist, dann hat der Mensch einen grossen Einfluss darauf, ob er mit dem Gift in Kontakt kommt oder nicht», sagte er.

Denn nicht das Gift sei gefährlich, sondern der Umgang mit den Tieren. So passiere beispielsweise der grösste Teil der Unfälle, weil die Menschen versuchen, eine Schlange zu fangen oder sie zu töten. Die Schlangen verteidigen sich und beissen zu.

Giftige Tiere warnen

Dabei möchten die Tiere ihr Gift nicht unbedingt für Selbstverteidigungszwecke einsetzen. Gerade die Klapperschlangen sind ein gutes Beispiel dafür, dass der Einsatz von Gift für die Tiere mit Kosten verbunden ist. «Gift ist kostbar und wird nicht einfach verschwendet», sagte Zingg. Deshalb warnen die meisten Gifttiere vor ihrer Gefahr. Die Klapperschlange tut dies mit ihrer Rassel am Schwanzende.

Der Goldene Pfeilgiftfrosch hingegen warnt mit seiner Farbe. Er leuchtet gelb und ist so von Weitem zu sehen. Diesen Farbtrick machen sich teilweise auch andere Arten zu nutze, indem sie die Warnfärbung imitieren, ohne selbst giftig zu sein. Gemeinsam haben die Tiere im Zoo Zürich vor allem eines: Sie sind attraktiv. Zingg nennt sie denn auch: «Schönheiten mit Gefahr»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch