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Givaudan schliesst in Kemptthal wegen Corona

Ein Givaudan-Mitarbeiter ist am Coronavirus erkrankt. 400 Angestellte müssen nun von zu Hause aus arbeiten. Ein gutes Dutzend befindet sich in Quarantäne. Die Filiale in Kemptthal steckt im Krisenmodus.

Das Innovationszentrum von Givaudan in Kemptthal.
Das Innovationszentrum von Givaudan in Kemptthal.
Heinz Diener

Markus Gautschi spricht am Telefon ruhig und konzentriert. Der Standortleiter ist einer der wenigen, die derzeit noch im Innovationszentrum in Kemptthal von Givaudan arbeiten. Zusammen mit dem Company Manager für die Standorte Zürich und einem kleinen Team koordiniert er von hier aus die wichtigsten Massnahmen, um den Geschäftsgang aufrecht zu erhalten. Rund 400 Angestellte arbeiten mit ihren Laptops von zu Hause aus. Der Grund: Ein Givaudan-Mitarbeiter ist am Coronavirus erkrankt und befindet sich inzwischen in Quarantäne, wie «Radio Top» am Mittwoch mitteilte.

Die am Coronavirus erkrankte Person stammt aus dem Ausland und war nur kurzfristig bei Givaudan in Kemptthal tätig. Zuhause entwickelte sie Krankheitssymptome. Sie versetzte sich deshalb in eine Selbstquarantäne Zuhause.

Ein gutes Dutzend Personen, die engen Kontakt mit der Person hatten, sind ebenfalls in Quarantäne, sagt Standortleiter Markus Gautschi. Dass man nun einen Grossteil der Belegschaft ins «Homeoffice» geschickt habe, sei eine Vorsichtsmassnahme. Für die Büro-Angestellten sei dies kein Problem. Schwieriger sei die Massnahme für die Leute im Labor. Aber auch sie könnten gewisse Arbeiten zu Hause ausführen, etwa Literaturrecherche.

Mitarbeiter früh informiert

Bereits als der betroffene Mitarbeitende erste Symptome aufwies, erarbeitete die Firma mögliche Szenarien. «Alle Mitarbeiter wurden bereits früh über den Verdachtsfall informiert», sagt Markus Gautschi weiter. Daraufhin hätten sie jeweils am Abend den Laptop mit nach Hause genommen, damit nach der definitiven Bestätigung der Corona-Diagnose niemand mehr ins Büro musste. Zudem nahm Givaudan früh Kontakt mit den Behörden auf und spricht sich auch weiterhin mit diesen ab. «Das hat gut funktioniert», sagt Gautschi. Das Krisenteam im Kemptthal hat eine Hotline und ein «Q+A» mit den wichtigsten Fragen und Antworten für die Mitarbeiter erarbeitet. Vieles koordiniere man über Telefonkonferenzen, sagt Gautschi. Die Produktion sei von den Massnahmen nicht betroffen und laufe wie gewohnt weiter. Der betroffene Mitarbeiter habe sich dort nicht aufgehalten.

Wie lange Givaudan die Massnahme aufrecht erhält, ist unklar. Givaudan ist globale Marktführerin für Duft- und Aromastoffe. In Kemptthal betreibt die Firma ein neues Zentrum für Forschung und Entwicklung. Eröffnet wurde das neue Gebäude erst kürzlich: im Juni 2019.

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