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Grünes Licht für die grösste Kirchgemeinde

Die Kirchensynode hat am Dienstag den Zusammenschluss von 32 reformierten Kirchgemeinden der Stadt Zürich zu einer Kirchgemeinde besiegelt. Nur die Kirchgemeinden Zürich Witikon und Zürich Hirzenbach scheren aus.

Mit über 80'000 Mitgliedern entsteht die grösste reformierte Kirchgemeinde der Schweiz.
Mit über 80'000 Mitgliedern entsteht die grösste reformierte Kirchgemeinde der Schweiz.
Keystone

Was die reformierten Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Stadt Zürich bereits 2014 gutgeheissen haben, hat nun das Kirchenparlament der Reformierten Landeskirche des Kantons Zürich bestätigt: Über dreissig Kirchgemeinden auf dem Boden der Stadt Zürich und Oberengstringens werden zu einer einzigen Kirchgemeinde vereinigt.

Einen entsprechenden Zusammenschlussvertrag hat eine grosse Mehrheit der Synodalen an der Sitzung vom Dienstag gutgeheissen. Dadurch entsteht mit über 80'000 Mitgliedern die grösste reformierte Kirchgemeinde der Schweiz, wie es in einer Mitteilung der Landeskriche heisst.

Die Kirchgemeinden Zürich Witikon und Zürich Hirzenbach bleiben dem grossen Zusammenschluss allerdings fern. An ihren Gemeindeversammlungen hatten die beiden Kirchgemeinden gegen die Fusion votiert.

Diese Entscheide der Kirchenbasis wollte der Kirchenrat respektieren. Die beiden Kirchgemeinden, die wie die anderen 32 Gemeinden im reformierten Stadtverband eingebunden sind, müssen nun eigene Verwaltungen aufbauen. Zudem müssen die Erträge aus der Kirchensteuer aufgeteilt werden.

Schmetterlinge im Bauch

In seinem Schlussvotum stellte Kirchenratspräsdent Michel Müller die Freude über den für die 32 Kirchgemeinden gelungenen Zusammenschluss in den Vordergrund. Statt von Bauchweh, sprach er von «Schmetterlingen im Bauch», die den Zusammenschluss und das Aufeinanderzugehen der städtischen Kirchgemeinden nun beflügeln. Auf dem Weg zu weiteren Zusammenschlüssen befinden sich auch zahlreiche reformierte Kirchgemeinden im übrigen Kantonsgebiet. Dieser Prozess unter dem Namen KirchGemeindePlus bedurfte aus Sicht der Kirchensynode in verschiedenen Punkten der Klärung. Der Kirchenrat lieferte sie in der Sitzung mit einer Antwort auf eine von der Kirchensynode 2015 überwiesene Motion.

Darin steckte er unter anderem auch die finanzielle Dimension des Prozesses ab: Der Kirchenrat rechnet bis 2023 mit einem Total von 6,25 Millionen Franken bei den internen Kosten. Davon entfallen knapp 4,8 Millionen Franken auf Leistungen der Mitarbeitenden der Gesamtkirchlichen Dienste.

Ein zweiter Kostenblock ergibt sich aus Unterstützungs- und Entschuldungsbeiträgen an einzelne KirchGemeindePlus-Projekte von Kirchgemeinden. Hier rechnet der Kirchenrat mit einer Gesamtsumme von maximal 6,3 Millionen Franken. Die weiteren gesetzgeberischen Fragen zum Prozess KirchGemeindePlus klärt die Kirchensynode im Rahmen der Teilrevision. Die Beratungen dazu nimmt sie ab dem 3. April in Angriff.

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