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Heimatstimmen aus dem Untergrund

Die Universität Zürich besitzt das älteste Tonarchiv der Schweiz. Sprachwissenschaftler Dieter Studer kümmert sich dort um rund 4000 Mundartaufnahmen, teils festgehalten auf Wachs und Gelatine.

Archivleiter Dieter Studer zwischen Tonbändern. Er ist seit Jahren daran, die Mundartaufnahmen in teils mühsamer Arbeit zu digitalisieren.
Archivleiter Dieter Studer zwischen Tonbändern. Er ist seit Jahren daran, die Mundartaufnahmen in teils mühsamer Arbeit zu digitalisieren.
Johanna Bossart

Der Schatz liegt tief unten. Aus seinem kleinen Büro im Turm des Uni-Hauptgebäudes führt Dieter Studer viele Treppen hinunter, um Ecken und durch Türen, vorbei an Bettgestellen und Matratzen, bis der Archivraum erreicht ist. In den Regalen des Luftschutzkellers lagern alte Mischpulte, Studer-Revox-Geräte, Kassetten, Tonbänder und Schallplatten. Dazwischen ein Album mit dem Titel «So reded s dihäi». Es enthält Dialekte aus allen Ecken des Landes, aufgenommen für Auslandschweizer-Vereine anlässlich der Landesausstellung von 1939.

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