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Hochschulgebiet soll attraktives Quartier werden

Nicht nur ein zweckmässiger Gebäudekomplex sondern auch ein lebendiges Quartier soll im Zürcher Hochschulgebiet entstehen. Deshalb will die Baudirektion zusätzliche Akteure in den Gestaltungsprozess einbinden.

«Es geht darum, ein gutes Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Projekten zu erreichen»: Peter Bodmer, Gesamtkoordinator Hochschulgebiet Zürich Zentrum.
«Es geht darum, ein gutes Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Projekten zu erreichen»: Peter Bodmer, Gesamtkoordinator Hochschulgebiet Zürich Zentrum.
Keystone

Drei Teams von Landschaftsarchitekten, Stadt- und Verkehrsplaner sowie Soziologen sollen für das Hochschulgebiet Zürich Zentrum ein Stadtraumkonzept ausarbeiten. Das Ziel ist es, wichtige Themen abzudecken und einen vielseitigen Diskurs entstehen zu lassen, wie die Baudirektion in einer Mitteilung vom Freitag schreibt.

Die Ergebnisse verschiedener Workshops fliessen dann in die kantonalen Gestaltungspläne ein, welche dereinst die Grundlage für die Architekturwettbewerbe bilden werden. Ein besonderes Augenmerk liege unter anderem auf der Schaffung einer hohen Qualität für Anwohner und Nutzer, heisst es weiter.

«Es geht darum, ein gutes Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Projekten zu erreichen», sagte Peter Bodmer, Gesamtkoordinator Hochschulgebiet Zürich Zentrum gegenüber der sda. Dabei sollen nicht die Höhe der Gebäude, deren Form oder Volumen im Vordergrund stehen, sondern eben andere Aspekte wie etwa die Quartiergestaltung.

Kommission lehnt Rückweisung ab

Gleichzeitig findet derzeit das Richtplanverfahren zum Hochschulgebiet statt. Ende des Monats wird die Kommission für Planung und Bau (KPB) des Kantonsrats ihre Arbeit zum Geschäft abschliessen.

Eine Gruppe besorgter Bürger hatte eine Überarbeitung der Vorlage und die Rückweisung an den Regierungsrat gefordert. Sie kritisiert vor allem das Volumen und die Höhe der geplanten Gebäude. Zudem ist die Arbeitsgruppe der Ansicht, der Spitalpark könne verkleinert und auch die unter Schutz stehenden Spitalbauten könnten teilweise preisgegeben werden.

Die KPB lehnt die Rückweisung jedoch ab. Sie ist der Ansicht, dass über eine Anpassung des kantonalen Richtplans «eine bessere und zeitgemässere Lösung» gefunden werden kann als über den Rückweisungsantrag.

Das Projekt habe sich weiterentwickelt, sagte auch Bodmer. «Unabhängige Fachleute hätten etwa die Themen Verkehr und Energie vertieft geprüft und Empfehlungen abgegeben. Deshalb wolle man nun auch das Stadtraumkonzept konkretisieren. «Wir nehmen aber natürlich auch die Bedenken der Gegner ernst.»

Sämtliche Beteiligte - Kanton und Stadt, das Universitätsspital, die Universität und die ETH - teilen sich die Kosten von rund einer Million Franken für das Projekt, wie die Baudirektion schreibt. Geleitet wird es vom kantonalen Amt für Raumentwicklung. Noch im laufenden Jahr sollen die drei interdisziplinären Teams ausgewählt werden.

SDA/mst

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