Zürich

Höhere Parkgebühren in Zürich

Erstmals seit 1994 werden die Gebühren für die weissen Strassenparkplätze in den sogenannten Hochtarifzonen erhöht.

Neu kostet in der Innenstadt von Zürich eine halbe Stunde parkieren einen Franken, eine Stunde drei Franken. Bisher waren es 50 Rappen für eine halbe Stunde und zwei Franken für eine Stunde.

Neu kostet in der Innenstadt von Zürich eine halbe Stunde parkieren einen Franken, eine Stunde drei Franken. Bisher waren es 50 Rappen für eine halbe Stunde und zwei Franken für eine Stunde. Bild: Keystone

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In der Zürcher Innenstadt muss künftig mehr für das Parkieren gezahlt werden: Die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher haben einer Erhöhung knapp mit 51,6 Prozent zugestimmt. Damit werden erstmals seit 1994 die Gebühren für die weissen Strassenparkplätze in den sogenannten Hochtarifzonen erhöht.

50'931 legten ein Ja in die Urne, 47'751 waren dagegen. Die Stimmbeteiligung betrug 45,3 Prozent. Die vier Wahlkreise 3, 4+5, 6 und 10 waren dafür, die anderen fünf Kreise 1+2, 7+8, 9, 11 und 12 lehnten die Vorlage ab.

Darunter sind damit auch die Innenstadt und Oerlikon, die beide von der Erhöhung betroffen sind. Neben der Innenstadt und Oerlikon wird es neu zudem eine Hochtarifzone im Ausgangsviertel Zürich-West geben.

Neu kostet eine halbe Stunde einen Franken, eine Stunde drei Franken. Bisher waren es 50 Rappen für eine halbe Stunde und zwei Franken für eine Stunde. Mit der Erhöhung nimmt die Stadt voraussichtlich rund zwei Millionen Franken an zusätzlichen Gebühren ein.

Polizeivorsteher Richard Wolff (AL), der sich am Sonntag erfreut über das Resultat zeigte, wird nun in eigener Kompetenz die Betriebszeiten der Parkuhren anpassen. Insgesamt werden diese verkürzt, in Zürich-West am Wochenende hingegen ausgedehnt. Geht alles nach Plan, sollen die höheren Gebühren gemäss Wolff im April 2017 in Kraft treten.

Referendum ergriffen

Die Stadtzürcher mussten über die höheren Parkgebühren abstimmen, da der Zürcher TCS und die City Vereinigung das Referendum gegen den Parlamentsentscheid ergriffen hatten. Unterstützt wurde das Komitee «Nein zur Parkgebühren-Abzocke» auch von der SVP, sowie unter anderen vom Hauseigentümerverband und von Hotelleriesuisse Zürich und Region.

Das Nein-Komitee nahm die knappe Annahme «mit grossem Bedauern» zur Kenntnis, wie es in einer Mitteilung heisst. Es sei enttäuscht über die mangelnde Solidarität der Bevölkerung mit dem Gewerbe.

Der Detailhandel befinde sich bereits heute im grössten Strukturwandel seit fast 40 Jahren. Mit dem Ja werde dieser deutlich beschleunigt. Lokale Anbieter würden zunehmend verschwinden.

Das Ja-Komitee hingegen zeigte sich «hoch erfreut» über die Zustimmung. Das Ja verdeutliche, dass die Stadtzürcher Bevölkerung eine fair austarierte Lösung der verkehrspolitischen Zwängerei von FDP und SVP vorziehe.

Im Gemeinderat hatten sich - mit Ausnahme der SVP - noch alle Parteien für die höheren Parkplatzgebühren ausgesprochen. Die FDP machte dann aber an ihrer Delegiertenversammlung eine Kehrtwende und fasste die Nein-Parole.

FDP und CVP hatten in der vorberatenden Gemeinderatskommission zusammen mit Rot-Grün eine Weisung ausgearbeitet, die weniger weit ging als die ursprüngliche Version des Stadtrates. (mcp)

Erstellt: 25.09.2016, 16:09 Uhr

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