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Ihr Dilemma ist: Sie sind neutral

Mit einem Film, der heute Abend im KSW gezeigt wird, macht «Ärzte ohne Grenzen» auf ihre immer prekärere Situation aufmerksam. In den letzten Jahren wurde die Organisation vermehrt Ziel von Bombenangriffen. Ein Mitarbeiter erklärt, warum.

Das Spital in Maarat al Numan (Syrien) wurde im Februar 2016 durch einen Bombenanschlag zerstört. 16 Patienten und 9 Mitarbeiter der Ärtze ohne Grenzen kamen dabei ums Leben.
Das Spital in Maarat al Numan (Syrien) wurde im Februar 2016 durch einen Bombenanschlag zerstört. 16 Patienten und 9 Mitarbeiter der Ärtze ohne Grenzen kamen dabei ums Leben.

Im vergangenen Jahr haben die Angriffe auf Spitäler in Kriegs­gebieten stark zugenommen. Haben Sie dafür eine Erklärung?François Delfosse*: Es gibt in jedem Konflikt eigene Gründe für die Angriffe. Das Hauptproblem, das wir beobachten, ist aber genereller Natur, nämlich dass wahllos Gewalt gegen zivile Einrichtungen verübt wird, neben Spitälern etwa auch gegen Schulen und Verwaltungen. Ein Grund für Angriffe auf Einrichtungen von Médecins Sans Frontières (MSF) kann sein, dass eine Konfliktpartei unsere Hilfe nicht akzeptiert, weil wir sie unparteiisch jedem Verletzten anbieten. Mit solchen Angriffen wird aber das humanitäre Völkerrecht missachtet und der Zugang zur Gesundheitsversorgung drastisch eingeschränkt.

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