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Im Reich des obersten Flaggenhissers

Derzeit flattern in Zürich fast konstant Flaggen im Wind, die auf Anlässe und Feiertage hinweisen. Beim städtischen Flaggenmeister Urs Apitzsch herrscht Hochbetrieb.

Florian Niedermann

Wer mit Flaggen falsch umgeht, riskiert schnell einen diplomatischen Zwist. Das musste auch Urs Apitzsch feststellen, als ihm fast ein «gröberer Fehler» unterlief. Der 58-Jährige steht in einem holzgetäferten Dachstock an der Albulastrasse in Zürich-Altstetten und faltet mit schnellen Handgriffen Zürcher Flaggen zusammen. Apitzsch leitet den städtischen Regiebetrieb, der Unterhaltsarbeiten für die Immobilienverwaltung ausführt, und ist somit auch Flaggenmeister.Als vor einigen Jahren eine städtische Delegation an einen Empfang in New York eingeladen war, sollte er eine Flagge der Stadt in die USA senden. Er hatte das ­Paket bereits vorbereitet, doch in letzter Minute wurde interveniert: «In den Staaten sind Flaggen eine sehr sensible Angelegenheit. Dort würde es niemand verstehen, wenn man sie mit der Post verschickt», sagt Apitzsch. Schliesslich musste er einen Di­plo­maten damit beauftragen, das Hoheitszeichen zu überbringen.

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