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In der Stadt wählen junge Frauen häufiger als Männer

An den National- und Ständeratswahlen vom 18. Oktober haben sich in der Stadt Zürich mehr Männer als Frauen beteiligt. Genau umgekehrt ist das Verhältnis bei der jungen Generation.

Wahllokal am Zürcher Hauptbahnhof: Junge Frauen haben in der Stadt zahlreicher abgestimmt als deren männliche Altersgenossen.
Wahllokal am Zürcher Hauptbahnhof: Junge Frauen haben in der Stadt zahlreicher abgestimmt als deren männliche Altersgenossen.
Keystone

Insgesamt betrug die Wahlbeteiligung der Männer in der Stadt Zürich 52,7 Prozent, wie Statistik Stadt Zürich am Dienstag mitteilte. Damit liegt sie weiterhin deutlich über jener der Frauen (47,8 Prozent). Insgesamt betrug die Wahlbeteiligung 48,7 Prozent.

Der Unterschied zwischen beiden Geschlechtern von 4,9 Prozentpunkten ist allerdings kleiner geworden. Bei den Wahlen von 2011 betrug er 5,8, vier Jahre davor noch 5,9 Prozentpunkte.

Anders präsentiert sich die Situation bei den Jungen zwischen 18 und 28 Jahren. Hier gingen die Frauen 36,5 Prozent an die Urne, ihre männlichen Altersgenossen dagegen 34,0 Prozent.

Männer über 65 wählen am häufigsten

Grundsätzlich zeigt sich, dass mit steigendem Lebensalter auch die Wahlbeteiligung zunimmt. Die aktivsten Wähler sind gemäss Mitteilung die Männer über 65, von denen sich 64,9 Prozent beteiligten. Bei den gleichaltrigen Frauen warf dagegen durchschnittlich gerade einmal jede zweite (50,7 Prozent) das Wahlcouvert ein.

Erhebliche Unterschiede zeigen sich in der Stadt Zürich auch zwischen den einzelnen Stadtquartieren. Vom Höngger- bis zum Zürichberg zieht sich laut den Statistikern ein «Korridor mit hoher Wahlbeteiligung» (Kreise 6,7,8 und 10). Am höchsten war die Partizipation im Quartier Fluntern, wo über zwei Drittel ihre Stimme abgaben.

Am tiefsten war die Wahlbeteiligung in den nördlichen Stadtkreisen 11 und 12. Schlusslicht bildet das Quartier Hirzenbach, wo weniger als ein Drittel der Wahlberechtigten ein Couvert einlegten (31,5).

Je wohlhabender, desto wahlfreudiger

Ferner haben die Statistiker festgestellt, dass die Wahlbeteiligung mit steigendem Einkommen zunimmt. So ist der Median des steuerbaren Einkommens einer wählenden Einzelperson mit 46'500 Franken rund ein Drittel höher als derjenige von Nichtwählern (34'500 Franken).

Noch ausgeprägter ist dieser Unterschied bei Verheirateten: Das Medianeinkommen von wählenden Ehepaaren ist über 40 Prozent höher als jenes von Paaren, die nicht wählen gingen.

Grundsätzlich zeigt sich ein enger Zusammenhang zwischen Alter und Einkommensverhältnissen, wie es weiter heisst. So nimmt die Beteiligung an den eidgenössischen Wahlen nicht nur mit dem Einkommen, sondern auch mit dem Alter zu. Diesbezüglich am aktivsten ist jene Gruppe der 75- bis 84-Jährigen, welche ein steuerbares Einkommen von über 150'000 Franken aufweisen.

Tief ist die Stimmbeteiligung unter jenen 16'255 Stadtzürcherinnen und Stadtzürchern, die seit den letzten Wahlen von 2011 eingebürgert wurden oder zwischenzeitlich volljährig wurden. Von den Eingebürgerten beteiligten sich 35,6 Prozent an der Wahl. Bei den Jungbürgern waren es gerade einmal 31,7 Prozent.

SDA/mst

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