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In Städten ist die Bevölkerung zufriedener als in kleinen Gemeinden

Knapp 2500 Menschen aus dem Kanton Zürich haben sich zu den Dienstleistungen an ihrem Wohnort geäussert. Die meisten sind zufrieden.

Kleine Gemeinden haben mehr Mühe als die Städte, der Bevölkerung zeitgemässe Dienstleistungen anzubieten.
Kleine Gemeinden haben mehr Mühe als die Städte, der Bevölkerung zeitgemässe Dienstleistungen anzubieten.
Keystone

Die Bevölkerung des Kantons Zürich ist zufrieden mit den Dienstleistungen ihrer Gemeinden. Je bevölkerungsreicher die Wohngemeinde ist, desto zufriedener sind die Leute, wie eine repräsentative Umfrage ergab. Insgesamt fühlen sich 65 Prozent «sehr wohl» und 31 Prozent «eher wohl» in ihrer Wohngemeinde.

Rekordverdächtige 98 Prozent der Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher haben zur Frage nach den Dienstleistungen ihrer Gemeinde ein «sehr zufrieden» und «eher zufrieden» angekreuzt, wie die Direktion der Justiz und des Innern in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Aber auch die Stadt Winterthur schneidet gut ab: 94 Prozent sind zufrieden mit den von der Stadt erbrachten Dienstleistungen.

Deutlich tiefer ist die Zufriedenheit in Gemeinden mit weniger als 1000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Diese kleinen Gemeinden hätten offenbar mehr Mühe damit, der Bevölkerung zeitgemässe Dienstleistungen beispielsweise bei den Öffnungszeiten anzubieten, heisst es in der Mitteilung.

Der Anteil der sehr Unzufriedenen und eher Unzufriedenen liegt in diesen Gemeinden bei 18 Prozent. In allen grösseren Gemeinden beträgt er unter 10 Prozent.

Knapp 2500 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben an der vom Gemeindeamt zusammen mit dem Statistischen Amt im letzten September schriftlich durchgeführten Befragung teilgenommen. Die Resultate fielen «sehr ähnlich» aus wie bei einer Befragung im Jahr 2011.

Gutes Kulturangebot verliert an Bedeutung

Zwischen den Befragungen von 2011 und 2015 haben sich aber einige bemerkenswerte Veränderungen in der Einschätzung der Wichtigkeit ergeben. Die verkehrstechnisch gute Erschliessung und eine effiziente Gemeindeverwaltung sind 2015 mehr Leuten «sehr wichtig» als 2011.

Deutlich abgenommen hat der Anteil jener, denen ein lebendiges Vereinsleben und ein gutes Freizeit- und Kulturangebot «sehr wichtig» ist. Deutlich mehr Leuten sind tiefe Steuern «eher wichtig».

Klar zugenommen hat im Vergleich zum Jahr 2011 - vor allem in kleineren Gemeinden - die Bereitschaft, Dienstleistungen in Nachbargemeinden zu beziehen. Um 11 Prozentpunkte abgenommen hat dagegen im Vergleich zur letzten Befragung die Akzeptanz von Gemeindefusionen bei gleichbleibenden Steuern und Gebühren. Am grössten sei die Bereitschaft in kleinen Gemeinden und in Städten.

SDA/ori

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