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Initiative will kantonale Filmförderung gesetzlich verankern

Der Branchenverein «Zürich für den Film» hat beschlossen, eine Volksinitiative «für ein Film- und Mediengesetz im Kanton Zürich» zu lancieren. Die Initianten fordern eine gesetzliche Verankerung der kantonalen Film-, Game- und Medienförderung.

Kulturförderung ist nach Ansicht des Branchenvereins «Zürich für den Film» eine Staatsaufgabe.
Kulturförderung ist nach Ansicht des Branchenvereins «Zürich für den Film» eine Staatsaufgabe.

Der Branchenverein «Zürich für den Film» hat beschlossen, eine Volksinitiative «für ein Film- und Mediengesetz im Kanton Zürich» zu lancieren. Die Initianten fordern eine gesetzliche Verankerung der kantonalen Film-, Game- und Medienförderung. Unterstützt wird die Initiative auch von der Swiss Game Developers Association (SGDA).

Mit dem Sammeln der 6000 nötigen Unterschriften wird voraussichtlich im Herbst begonnen, wie Simon Hesse, Co-Präsident des Verein «Zürich für den Film», auf Anfrage sagte. Ein Gesetzesentwurf sei bereits ausgearbeitet worden.

Anlass für die Volksinitiative ist der Beschluss des Zürcher Kantonsrates, die Kulturförderung vermehrt über Lotteriefondsmittel zu finanzieren. In diesem Zuge werden jährlich 9 Millionen Franken aus dem ordentlichen Kulturbudget gestrichen.

Kulturförderung sei aber eine Staatsaufgabe, sagte Hesse. Es gelte die Angriffe auf das ordentliche Kulturbudget zu verhindern. Die Förderung von der kulturell vielfältigen und wirtschaftlich prosperierenden Film-, Audiovisions- und Game-Branche dürfe nicht länger der politischen Willkür ausgesetzt sein und müsse deshalb gesetzlich verankert werden.

Dadurch könne Rechtssicherheit für die audiovisuellen Branche mit ihren rund 17'000 Beschäftigten in rund 2600 KMU geschaffen werden. Filme und Games sind laut Hesse als Bausteine der zeitgenössischen Kultur nicht mehr wegzudenken.

Bedürfnisse der gesamten audiovisuellen Branche bündeln

Dass sich die staatliche Unterstützung auch wirtschaftlich rechne, belegten die Zahlen der Zürcher Filmstiftung eindrücklich. Ein Förderfranken generiere nämlich rund vier Franken an Wertschöpfung im Kanton.

Die Zürcher Filmstiftung sollte nach Ansicht von Hesse zur Film- und Medienstiftung erweitert werden und die Bedürfnisse der gesamten audiovisuellen Kulturbranche bündeln. Die Stiftung solle zeitgemäss ausgerichtet sein und der Digitalisierung genügend Rechnung tragen.

Mit einer neu ausgerichteten Stiftung investierten Kanton und Gemeinden nicht nur in die Kultur, sondern auch in die immer wichtiger werdende Kreativwirtschaft.

SDA

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