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«Wir bitten um Verständnis»

In Zürcher Trams sehen sich die Fahrgäste gezwungen, Zumutungen ihrer Mitmenschen auszuhalten. Tramchauffeure halten sich raus.

Im Zürcher Tram gilt offenbar das Recht der Lauten und Rücksichtslosen: VBZ-Chauffeure müssen selber nicht eingreifen, sondern wenn nötig bei der Leitstelle Hilfe holen.
Im Zürcher Tram gilt offenbar das Recht der Lauten und Rücksichtslosen: VBZ-Chauffeure müssen selber nicht eingreifen, sondern wenn nötig bei der Leitstelle Hilfe holen.
Symbolbild, Keystone

Wagt es denn keiner mehr, ein paar Flegel, die sich unmöglich benehmen, in die Schranken zu weisen? Offensichtlich nicht, stellte eine Frau fest, die neulich mit dem Tram unterwegs war. Ihr Bericht: Gegen 22 Uhr steigen auf der Linie 2 Richtung Tiefenbrunnen beim Bellevue fünf etwa 16-jährige Burschen mit grossem Getöse zu. Aus ihren Rucksäcken dröhnt überlauter Sound, in ihren Gesichtern stecken qualmende Zigaretten. Sie denken nicht daran, die Musik abzustellen und die Zigis auszumachen, sondern belärmen die Fahrgäste und räuchern sie ein. Obwohl die Sache andauert, muckt keiner der Fahrgäste. Einige drehen nur verstohlen den Kopf. Auch die Frau getraut sich nicht, die Kerle zurechtzuweisen. Man weiss ja, was das für Folgen haben kann.

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