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Kantonsrat verlangt tiefere Baukosten

Öffentliche Bauten wie beispielsweise Schulen sollen künftig bis zu 25 Prozent günstiger gebaut werden. Zwei entsprechende Leistungsmotionen hat der Kantonsrat am Montag mit grossem Mehr an den Regierungsrat überwiesen.

Die Baustelle der Schulanlage Blumenfeld in Zürich-Affoltern im Sommer 2014. Es handelt sich um das teuerste Schulhaus in Zürich.
Die Baustelle der Schulanlage Blumenfeld in Zürich-Affoltern im Sommer 2014. Es handelt sich um das teuerste Schulhaus in Zürich.
Keystone

Schulräume müssten nicht bei jedem Bau neu erfunden werden, finden die kantonsrätlichen Kommissionen für Bildung und Kultur sowie für Planung und Bau. Sie verlangen deshalb, dass öffentliche Bauten wie Schulen ab 2018 günstiger gebaut werden. Die Forderung wurde mittels zweier Leistungsmotionen vorgebracht. Der Kantonsrat hat diese mit 156 zu 18 beziehungsweise 155 zu 18 Stimmen angenommen.

Die Baukosten sollen - den Bodenpreis ausgenommen - bis zu 25 Prozent tiefer liegen als bei gegenwärtigen vergleichbaren Projekten. Der Kantonsrat kritisiert seit Langem die hohen Baukosten. Auch der Regierungsrat ist dieser Ansicht. Die Leistungsmotione decken sich mit den Forderungen im Sparprogramm Lü16, das er initiierte.

Moritz Spillmann (SP, Ottenbach) sagte: «Wir meinen, der Kanton baut zu teuer. Wir überlassen es dem Regierungsrat, wie er die Kosten senkt.» Gleicher Meinung sind auch die Bürgerlichen. Die SVP schlug vor, bei den Bau-Standards und den Architektenhonoraren zu sparen.

Ins gleiche Horn stiessen FDP und BDP. Rochus Burtscher (SVP Dietikon) sagte schliesslich: «Unsere Kinder werden weder intelligenter noch dümmer, wenn die Baukosten für von Schulhäusern gesenkt werden.»

«Unseriöses Sparen»

Grüne und AL kritisierten die Sparpläne. Die Grünen bezeichneten sie als unseriös, weil eine Angabe fehle wo man die Kosten senken solle. Die AL verwehrte sich dagegen, bei den Standards zu sparen. «Wenn der Kanton nach Standards baut, dann weiss man, was man hat», sagte Manuel Sahli (AL, Winterthur).

Baudirektor Markus Kägi (SVP) sagte, ohne Leistungsverzicht werde sich nicht immer sparen lassen. Gespräche über die Architektenhonorare seien geplant. Mit der aktuellen Bautätigkeit im Kanton seien auch die Preise für Arbeiten auf dem Bau gestiegen. Der Regierungsrat wird die Forderungen der Leistungsmotion ins nächste Globalbudget übernehmen.

SDA/mcp

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