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Kartellbusse bremst Autoneum beim Gewinn aus

Der Winterthurer Autozulieferer Autoneum hat seinen Gewinn eigentlich steigern können. Durch eine Millionen-Busse aufgrund von Preisabsprachen brach der Konzerngewinn um die mehr als die Hälfte ein.

Der Hauptsitz der international tätige Firma Autoneum in Winterthur.
Der Hauptsitz der international tätige Firma Autoneum in Winterthur.
pd

Der Autozulieferer Autoneum mit Hauptsitz in Winterthur hat in der ersten Jahreshälfte 2015 weniger verdient. Der Konzerngewinn brach um 57,6 Prozent auf 17 Millionen Franken ein. Grund dafür ist eine Busse von 31,5 Millionen Franken an das deutsche Kartellamt wegen Preisabsprachen.

Umsatz eigentlich gesteigert

Diese Busse ausgeklammert wäre der Gewinn um mehr als einen Fünftel gestiegen. Auch auf operativer Stufe konnte Autoneum unter Herausrechnung der Busse die Profitabilität steigern, wie aus einer Medienmitteilung des Autozulieferers vom Mittwoch hervorgeht.

Während der Umsatz in Lokalwährungen um 3,4 Prozent auf 1,041 Milliarden Franken zulegte, erhöhte sich der Betriebsgewinn vor Amortisationen und Abschreibungen (EBITDA) um 9 Prozent auf 108 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) schnellte gar um 16,1 Prozent hoch auf 77,6 Millionen Franken.

In Profitabilität und Ergebnis habe Autoneum insbesondere dank der hohen Produktionsauslastung und tieferer Rohmaterialpreise in Europa, Modell-Neuanläufen in Nordamerika und Effizienzsteigerungen in Asien erneut Bestmarken erreicht, schrieb der Hersteller von Komponenten für Autoinnen- und Motorräume sowie von Hitzeschilden und Unterbodenverkleidungen.

Zuwachs angestrebt

Mit dem Umsatzwachstum von 3,4 Prozent in Franken und 6,3 Prozent in Lokalwährungen sei in den ersten sechs Monaten 2015 das Wachstum der weltweiten Automobilproduktion von 0,9 Prozent deutlich übertroffen worden, hiess es weiter. Für das Gesamtjahr hebt Autoneum die Umsatzprognose an und strebt nun einen Zuwachs in Lokalwährungen über der bisherigen Zielmarke von 4 bis 5 Prozent an.

Trotz negativer Währungseinflüsse rechnet das Management zudem neuerdings mit einem in Schweizer Franken konsolidierten Konzernumsatz über dem Vorjahr - bislang war ein leicht rückläufiger Wert erwartet worden.

SDA/anb

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